12.03.2013 | Hebammenhilfe

Hebammenleistungen sollen qualitätsgesichert werden

Qualität in der Hebammenhilfe soll standardisiert werden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Verhandlungen über Qualitätskriterien in der Hebammenhilfe beginnen im März. Die Vertragspartner planen eine lange Verhandlungszeit: Erst in 2 Jahren soll der neue Vertrag stehen. Er soll auch die Vergütung der Hebammen erhöhen.  

Die Vertreter des GKV-Spitzenverbandes und der Hebammenverbände wollen am 20.3.2013 die Gespräche aufnehmen. In der Hebammenhilfe sollen Regeln zur Qualitätssicherung bei der Schwangerenversorgung, Geburt und Nachsorge festgelegt werden.

Damit startet ein zwischen den Vertragspartnern abgestimmter etwa 2-jähriger Prozess, an dessen Ende im Januar 2015 ein gemeinsam entwickelter Vertrag zur Qualitätssicherung und eine um 5 % steigende Vergütung stehen sollen.

Hebammen sollen nicht überfordert werden

Bereits im Vorfeld der ersten Gespräche wurden von einzelnen Hebammenverbänden Anforderungskriterien präsentiert. Allerdings stellen diese angesichts des skizzierten Beratungsverfahrens und Zeitplans noch keine verbindlichen Vorgaben dar.

Der GKV-Spitzenverband möchte die Hebammen bei der Umsetzung der gesetzlich geforderten Qualitätssicherung bei Hebammenleistungen nicht überfordern. So soll der Vertrag zur Qualitätssicherung eine mehrmonatige Übergangsfrist für die neuen Kriterien beinhalten. Alle Hebammen sollen sich auf die künftig geforderten Qualitätssicherungsmaßnahmen einstellen können und müssen auch nicht in einen Hebammenverband eintreten.

Qualität zum Wohl der Schwangeren und Mütter

Dem GKV-Spitzenverband ist es wichtig, dass die geforderten Qualitätssicherungsmaßnahmen auf breite Übereinstimmung stoßen. Die Hebammen sollen nicht über Gebühr belastet werden. Qualitätskriterien müssen jedoch definiert werden, damit Schwangere und junge Mütter künftig bundesweit einen verlässlichen Anspruch auf gleichwertige Leistungen erhalten.

Hintergrund der Qualitätsoffensive
Mit dem Pflege-Neuordnungsgesetz hat der Gesetzgeber die Hebammenverbände und den GKV-Spitzenverband aufgefordert, Leistungsbeschreibungen, Mindestanforderungen an die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Hebammenhilfe vertraglich zu vereinbaren. Daneben soll ein verwaltungsarmes Verfahren zum Nachweis der erfüllten Qualitätsanforderungen entwickelt werden.

Beide Vertragsparteien haben gemeinsam in der Übergangsvereinbarung am 31.1.2013 festgelegt, die geforderten Änderungen innerhalb von 2 Jahren fest zu vereinbaren.

Schlagworte zum Thema:  Hebammenhilfe, Qualitätssicherung, GKV-Spitzenverband, Hebamme

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