19.02.2014 | Hebammenhilfe / Haftpflichtversicherung

Gesundheitsminister will Situation der Hebammen verbessern

Finanzielle Hilfe für freiberufliche Hebammen
Bild: Haufe Online Redaktion

Freiberufliche Hebammen in finanzieller Not! Die Tarife für Ihre Haftpflichtversicherung explodieren. Gesundheitsminister Gröhe verspricht den Hebammen Hilfe für Ihre zunehmenden Existenzsorgen. Wie diese jedoch aussehen soll, ist vorerst noch offen.

Nach einem Treffen mit Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) rechnen Deutschlands Hebammen mit einer Verbesserung ihrer finanziellen Situation. Es gebe «Anlass zur Hoffnung», sagte die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands, Martina Klenk nach einem zweistündigen Gespräch mit Gröhe.

Finanzielle Hilfe für Hebammen schon im Sommer?

Schon im Sommer solle es eine kurzfristige Lösung geben, um die explodierenden Kosten für die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung auszugleichen. Darüber hinaus habe Gröhe eine langfristig tragbare Grundsatzlösung zugesagt. Die Details sind allerdings noch offen.

Teurere Haftpflicht-Tarife und weniger Hebammen-Versicherer

Die rund 3.500 freiberuflichen Hebammen in Deutschland sehen seit längerem ihre berufliche Existenz in Gefahr, weil sich ihre Haftpflicht-Tarife in den vergangenen Jahren vervielfacht haben. Das Problem droht sich zudem weiter zu verschärfen, denn von den 3 Versicherungen, die überhaupt noch Angebote für Hebammen bereitstellen, will sich eine im kommenden Jahr zurückziehen.

Gröhe soll Lösung für Haftpflichtproblematik finden

Eine Online-Petition, in der Gröhe aufgerufen wird, eine Lösung für die Haftpflichtproblematik zu finden, hatte innerhalb eines halben Tages bereits mehr als 130.000 Unterstützer gefunden. Aus dem Ministerium hieß es, Gröhe nehme das Thema «sehr ernst» und erkenne die hohe Dringlichkeit. Details über die zugesagten Lösungen gab es zunächst aber nicht.

Zahlen Kassen nochmals einen Zuschlag an Hebammen?

Als mögliche kurzfristige Maßnahme gilt ein erneuter Zuschuss der Krankenversicherer. Die Kassen hatten den Hebammen bereits im Jahr 2012 einen Zuschlag gewährt, um die gestiegenen Versicherungsprämien teilweise auszugleichen (s. News v. 10.7.2012). Freiberufliche Hebammen führen Hausgeburten durch, werden aber auch von Krankenhäusern für einzelne Geburten engagiert - vor allem in ländlichen Gebieten.

Schlagworte zum Thema:  Hebamme, Berufshaftpflicht, Hebammenhilfe, Geburtshilfe

Aktuell

Meistgelesen