04.09.2015 | Klinikreform

Gröhe soll Krankenhausreform nicht abschwächen

Geplante Krankenhausreform soll Qualität in Kliniken stärken.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Barmer GEK, Christoph Straub, geht die geplante Krankenhausreform grundsätzlich in die richtige Richtung. Er appellierte aber an Gesundheitsminister Gröhe, den Gesetzentwurf nicht aufzuweichen. Gröhe dürfe jetzt nicht dem Druck der Länder nachgeben.

Straub sagte, die Wünsche der Länder würden Mehrkosten verursachen, ohne dass die Versorgung der Patienten besser würde. Der Verband der Ersatzkassen befürchte bereits, dass die Reform bis 2020 nicht 5,4 Milliarden Euro, sondern 8 Milliarden kosten könnte.

Zuschläge für Krankenhäuser mit guten Leistungen sinnvoll

Gröhe will mit seiner Reform die Qualität in den Krankenhäusern stärken. Häuser mit anhaltend schlechten Leistungen müssen mit Abschlägen rechnen. Bei guten Leistungen gibt es Zuschläge. Der Barmer GEK-Chef sagte dazu, Zuschläge für besonders gute Leistungen seien sinnvoll. Abschläge für schlechte Leistungen seien dagegen der falsche Weg. «Schlechte Qualität unterhalb von Mindeststandards sollte überhaupt nicht vergütet werden», erklärte er.

Die Reform soll Mitte Oktober verabschiedet werden und 2016 in Kraft treten. Am 7.9.2015 gibt es eine Anhörung im Gesundheitsausschuss. Am 2.9.2015 hatte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) Gröhe zu einem Kurswechsel bei der Krankenhausreform aufgefordert und für die nächsten Wochen Protestaktionen angekündigt.

Die Schwerpunkte des geplanten Krankenhausstrukturgesetzes können Sie hier nachlesen.

Schlagworte zum Thema:  Krankenhaus, Krankenkasse

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