01.10.2013 | Grippeschutz

Keine Chance der Grippe: Optimale Vorbeugung durch Impfung

Gegen Grippe werden verschiedene Impfstoffe angeboten
Bild: Haufe Online Redaktion

Nach wie vor ist die Grippe-Impfquote bei Personen mit erhöhtem Gripperisiko zu niedrig. Der beste Zeitraum für die Impfung gegen Grippe ist Oktober und November. Eine Impfung kann aber selbst zu Beginn und im Verlauf der Grippewelle nachgeholt werden. Vorbeugung ist wichtig!

In der Grippewelle 2012/2013 gab es geschätzte 7,7 Millionen influenzabedingte Arztbesuche, nur 2004/2005 war diese Zahl höher. Die Zahl der Krankschreibungen erreichte mit geschätzten 3,4 Millionen Personen (zwischen 15 bis 59 Jahre) den höchsten Wert in den letzten 10 Jahren und ist ein Hinweis auf die ungewöhnlich starke Betroffenheit dieser Altersgruppe in der vergangenen Saison.

Lang andauernde Grippewelle

Die Grippewelle dauerte auch länger als in vielen anderen Jahren, insgesamt 19 Wochen. "Das erinnert daran, wie unterschiedlich Grippewellen verlaufen können und dass der Verlauf nicht vorhersagbar ist. Die Schutzmöglichkeiten durch Impfung und Hygiene sollten immer genutzt werden", sagt Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) anlässlich der Veröffentlichung des Berichts zur Influenzasaison 2012/2013.

Influenzageschehen: Grippe-Überwachung per Internet

Der Bericht wird vom RKI erstellt, das das Influenzageschehen mit der Arbeitsgemeinschaft Influenza umfassend überwacht und auswertet. In weiteren Kapiteln werden u. a. die Ergebnisse des GrippeWeb-Online-Surveys beschrieben, in dem die Bevölkerung direkt befragt wird und sich die zurückliegende starke Grippewelle ebenfalls gut beobachten ließ. Beide Influenza-Überwachungssysteme des RKI ergänzen sich somit sehr gut.

Praxis-Tipp: Die Influenza-Überwachungssysteme des RKI sind im Internet unter www.influenza.rki.de und www.grippeweb.rki.de zu finden.

Grippeschutzimpfung für Risikogruppen

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeschutzimpfung Personen mit höherem Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko. Das sind Ältere ab 60 Jahre, Personen mit Grundkrankheiten wie Diabetes oder Asthma, Schwangere, medizinisches Personal und alle Betreuer von Risikopatienten. Die Impfquoten sind in allen genannten Gruppen zu niedrig.

Verteilung des Influenza-Impfstoffs läuft

Der beste Zeitraum für die Impfung gegen Grippe ist Oktober und November. Eine Impfung kann aber auch später nachgeholt werden, selbst zu Beginn und im Verlauf der Grippewelle. Allerdings steigt dann das Risiko, dass man sich infizieren könnte, bevor der Impfschutz aufgebaut ist. Bis Anfang September hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) das Stammanpassungsverfahren - für die Zusammensetzung gemäß der WHO-Empfehlungen - für mehr als 10 verschiedene Influenza-Impfstoffe genehmigt. "Die Chargenfreigabe durch das PEI verläuft reibungslos. Bislang wurde sie bereits für mehr als 10 Millionen Dosen Influenza-Impfstoff erteilt und läuft kontinuierlich weiter", sagt Klaus Cichutek, Präsident des PEI.

Grippe-Impfstoffe für besondere Altersgruppen

Neben den inaktivierten saisonalen Impfstoffen steht in dieser Saison für Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche bis 18 Jahre ein abgeschwächter Lebendimpfstoff zur Verfügung, der als Nasenspray verabreicht wird. Für ältere Personen über 65 Jahre ist ein inaktivierter adjuvantierter Impfstoff verfügbar. Für Menschen mit einer Hühnereiweißallergie wird es wieder einen Impfstoff geben, der in Zellkulturen und nicht in Bruteiern hergestellt wird. Schließlich steht in dieser Saison auch ein Impfstoff mit einer zusätzlichen B-Komponente zur Verfügung.

Schutz gegen die Infektion mit Influenzaviren

Neben der Impfung sollten alle Menschen, insbesondere (geimpfte und nicht geimpfte) Personen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko, weitere Maßnahmen ergreifen, um das Risiko einer Infektion mit Influenzaviren zu verringern, z. B. das Abstandhalten zu Personen mit einer akuten Atemwegserkrankung. Auch das regelmäßige gründliche Händewaschen gehört dazu. Ausführliche Informationen zu Hygienemaßnahmen im Alltag zum persönlichen Infektionsschutz bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.infektionsschutz.de an.

Schlagworte zum Thema:  Grippe, Impfung, Prävention

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