| GKV-Finanzreform

Ausgaben der Krankenkassen deutlich gestiegen

Krankenkassen zahlen mehr für Arzneimittel
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind in den letzten Jahren um mehrere Milliarden Euro gestiegen. Insbesondere für ärztliche Behandlungen, Arzneimittel und Krankenhausbehandlungen sind höhere Leistungen erforderlich.

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind in den vergangenen zehn Jahren um 54,3 Milliarden Euro gestiegen. Wie die Regierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke schreibt, lagen die Ausgaben der Kassen 2004 bei insgesamt 140,2 Milliarden Euro und stiegen auf 194,5 Milliarden Euro im Jahr 2013 an. Im Mittel erhöhten sich die Ausgaben um sechs Milliarden Euro oder 3,7 Prozent pro Jahr.

Ausgaben für Ärzte, Arzneimittel und Krankenhausbehandlung gestiegen

Sämtliche Hauptleistungsbereiche der gesetzlichen Krankenversicherungen legten den Angaben zufolge in den Jahren zu.

So stiegen beispielsweise die Ausgaben für ärztliche Behandlungen von 21,86 Milliarden Euro im Jahr 2004 auf 31,47 Milliarden Euro 2013. Für Arzneimittel gaben die Kassen im Jahr 2004 insgesamt 21,13 Milliarden Euro aus, 2013 bereits 30,19 Milliarden Euro. Die Krankenhausbehandlungen schlugen 2004 mit 47,17 Milliarden Euro zu Buche, 2013 mit 64,21 Milliarden Euro.

Anlass für die Anfrage ist die von der Regierung geplante Reform der Finanzen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (s. News v. 28.3.2014).

Regierung will einkommensabhängige Zusatzbeiträge nicht begrenzen

Eine Deckelung der einkommensabhängigen Zusatzbeiträge ist im Gesetz nicht vorgesehen. Auf die Frage, ob die Regierung „eine Grenze für die maximale Höhe beziehungsweise den maximalen Anteil der Zusatzbeiträge an der GKV-Finanzierung einführen“ wolle, antwortet die Regierung, hierzu seien „keine Maßnahmen geplant“. Jedoch werde die Regierung „die Entwicklung der einkommensabhängigen Zusatzbeiträge sorgfältig beobachten“.

Schlagworte zum Thema:  Krankenkasse, Krankenhausbehandlung, Arzt, Arzneimittel, GKV-Finanzreform, Zusatzbeitrag

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