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Abrechnungsbetrug kostet Krankenkasse Millionen

Die Krankenkassen werden immer wieder Opfer von Abrechnungsbetrug.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat im vergangenen Jahr 287 Betrugsfälle aufgedeckt. Der entstandene Schaden liegt bei 1,4 Millionen Euro.

Für Krankenkassen sind Fälle von Abrechnungsbetrug teuer: 1,4 Millionen Euro allein im vergangenen Jahr ist eine große Summe. Die KKH gibt bekannt, dass in zwölf Fällen das neunköpfige Ermittlerteam Strafanzeige erstattet habe. In anderen Fällen seien Vergleiche geschlossen worden.

Abrechnungsbetrug durch Luftrezepte

Die höchste Schadenssumme entfiel mit knapp 588.000 Euro auch in diesem Jahr auf Apotheken. So wurden sogenannte Luftrezepte abgerechnet, ohne wirklich einem Patienten Medikamente ausgehändigt zu haben. Bei ambulanten Pflegediensten entstand der KKH ein Schaden von 323.000 Euro. Auf Platz drei folgten bei der Schadenshöhe Krankengymnasten und Physiotherapeuten mit 154.000 Euro.

Von den 287 neuen Fällen wurden laut KKH 138 im Bereich Krankengymnasten und Physiotherapeuten aufgedeckt. In der ambulanten Pflege waren es 43, bei den Apothekern 26 Fälle.

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Schlagworte zum Thema:  Abrechnung, Krankenkasse, Betrug

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