21.06.2012 | Gesundheitskarte

Keine Nachteile bei fehlendem Foto

Die "alte" Krankenversichertenkarte ist auch ohne Foto weiter gültig
Bild: Haufe Online Redaktion

Immer mehr gesetzliche Krankenkassen fordern ihre Versicherten auf, ein Foto für die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) einzureichen.

Kommen die Versicherten dieser Aufforderung nicht nach, drohen ihnen vorerst keine Nachteile. Im schlimmsten Fall erhalten sie einfach keine eGK, erläutert die Verbraucherzentrale Hamburg. Sie müssten ihr Versicherungsverhältnis dann auf anderem Wege nachweisen.

Alte Versichertenkarte ist noch gültig

Das geht zum Beispiel mit der alten Krankenversicherungskarte, solange diese noch gültig ist. Sie sollte solange auf alle Fälle aufbewahrt und auch weiter verwendet werden, wenn der Arzt noch kein Lesegerät für die neue Karte hat. Den Verbraucherschützern zufolge ist nirgends geregelt, dass jemand Nachteile in Kauf nehmen muss, wenn er der Kasse das Foto verweigert.

Foto soll vor Missbrauch schützen

Die eGK soll nach und nach die alte Karte ersetzen. Anfangs hat sie dieselben Funktionen, später können Mediziner über sie auf die elektronische Patientenakte zugreifen. Das Foto solle die Karte vor Missbrauch durch Dritte schützen, erläutern die Verbraucherschützer. Ob das abgegebene Bild tatsächlich zum Versicherten gehört, werde allerdings nicht geprüft.

Krankenkassen wollen die Versicherten zügig ausstatten

Die Kassen sind verpflichtet, bis Ende des Jahres 70 % ihrer Mitglieder mit der neuen Karte zu versorgen, sonst werden ihnen Verwaltungsausgaben gekürzt. Manche Datenschützer befürchten gravierende Sicherheitsprobleme.

Schlagworte zum Thema:  Elektronische Gesundheitskarte, Elektronische Patientenakte, Gesundheitskarte

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