07.02.2014 | Gesetzliche Unfallversicherung

Kein Meeting auf der Piste: Skiunfall kein Arbeitsunfall

Sturz auf der Piste nach Ski-Event ist kein Arbeitsunfall
Bild: MEV-Verlag, Germany

Vorsicht bei geschäftlichen Meetings auf der Piste! Ein Skiunfall  ist nach einem Urteil des Bayerischen LSG kein Arbeitsunfall, da nicht nur betriebliche Belange vorgelegen hätten.

Eine Geschäftsbank hatte ausgewählte Kunden zu einem mehrtägigen Ski-Event mit Informationen zu aktuellen Finanzthemen eingeladen. Auch der Kläger nutzte die Veranstaltung, um Geschäftskontakte zu pflegen und neu zu begründen. Bei einer Ski-Abfahrt stürzte er und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Der Kläger wollte, dass der Skiunfall als Arbeitsunfall anerkannt wird. Die Berufsgenossenschaft lehnte dies ab.

Keine Unfallversicherung für Skiunfall

Das Bayerische Landessozialgericht hat in einem Urteil v. 31.10.2013 (L 17 U 484/10) entschieden, dass der Sturz auf der Piste nicht gesetzlich unfallversichert ist. Der Kläger wäre nur gesetzlich unfallversichert, falls er im Unfallmoment für Unternehmenszwecke tätig wäre. Auf der Skipiste bei der Abfahrt aber sind geschäftliche Besprechungen aus Kommunikationsgründen auszuschließen. Der Sturz auf der Piste war damit kein Arbeitsunfall.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsunfall, Gesetzliche Unfallversicherung

Aktuell

Meistgelesen