04.01.2012 | Leistungen Sozialversicherung

Forderung nach einer Oma-Opa-Quote

Politiker von CDU und SPD sowie Gewerkschafter haben die Einführung einer Mindestquote für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer gefordert, um mögliche Kürzungen der Alterseinkommen als Folge der Rente mit 67 abzumildern.

CDU-Bundesvorstandsmitglied und Chef der Senioren-Union Otto Wulff sagte, er sei zwar grundsätzlich für die Rente mit 67, aber im Ergebnis dürfe dabei "kein Rentenkürzungsprogramm herauskommen." Das wäre seiner Ansicht nach der Fall, "wenn es nicht genügend adäquate Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer gibt." Wulff schlug in einer Zeitung am 4.1.2012 vor: "Die Wirtschaft muss über eine Quote verpflichtet werden, eine bestimmte Zahl von geeigneten Arbeitsplätzen für über 60jährige vorzuhalten."

Steigender Bedarf an altersgerechten Arbeitsplätzen

Auch SPD-Sozialexperte Ottmar Schreiner sprach sich für eine solche Quote aus. Es müsse sichergestellt sein, "dass mindestens die Hälfte der über 60jährigen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen sind. Alles andere würde für die meisten älteren Arbeitnehmer eine Rentenkürzung bedeuten." Außerdem verlangte der SPD-Sozialexperte "viel mehr altersgerechte Arbeitsplätze."

Franz-Josef Möllenberg, Chef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, meinte: "Eine Oma- und Opa-Quote, die sich an der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen orientiert, könnte helfen, Altersarmut zu verhindern."

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