22.01.2014 | Krebsfrüherkennungs- und ‑registergesetz

Erstes klinisches Krebsregister startet in Hamburg

Ein klinisches Krebsregister erfasst Daten aller Ärzte und Kliniken.
Bild: Michael Bamberger

Hamburg führt als erstes Bundesland ein klinisches Krebsregister ein. Grundlage ist das bereits 2013 von der Bundesregierung beschlossene Krebsfrüherkennungs- und ‑registergesetz.

Die Bundesgesetzgebung mit dem  Krebsfrüherkennungs- und ‑registergesetz (KFRG) ist die Grundlage für das neue klinische Krebsregister. Hamburg übernimmt bundesweit eine Vorreiterrolle. "Wir sind das erste Bundesland, das (...) einen entsprechenden Entwurf für ein Landesgesetz einbringt", sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am 21.1.2014. Ziel sei es, die onkologische Behandlung in Hamburg weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Kosten für das klinische Krebsregister

Die Investitionskosten für das Krebsregister betragen rund 600.000 EUR. Die Kosten werden zu 90 % von der Deutschen Krebshilfe getragen. Die Betriebskosten, jährlich rund 2,4 Mio. EUR, werden zu 90 % von den Krankenkassen finanziert. Die jeweils restlichen 10 % trägt die Freie und Hansestadt Hamburg.

Hintergrund zum Krebsfrüherkennungs- und ‑registergesetz

Das KFRG verpflichtet alle Bundesländer dazu, flächendeckend klinische Krebsregister einzurichten (s. News v. 1.2.2013).  In den neuen klinischen Krebsregistern sollen klinische Verlaufsdaten aller Ärzte und Kliniken erfasst werden. So sollen Erkenntnisse über den Erfolg von Behandlungsstrategien gewonnen werden.

Bislang gibt es nur epidemiologische Krebsregister, die Zahlen und Raten der Krebserkrankungen bezogen auf die Bevölkerung dokumentieren.

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