Erkältung: Krankschreibung ohne Arztbesuch für bis zu 7 Tage

Ab sofort können Patienten mit leichten Erkrankungen der obereren Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) bis maximal sieben Tage ausgestellt bekommen. Sie müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen. 

Auf diese Regelung haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband am 9.3.2020 in Berlin verständigt.

Für wen gilt die Regelung?

Die Regelung gilt für Patienten, die an leichten Erkrankungen der oberen Atemwege erkrankt sind und keine schwere Symptomatik vorweisen oder Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit COVID-19 erfüllen. Diese Vereinbarung gilt ab sofort und zunächst für vier Wochen.

Mit diesem Schritt unterstützt die gemeinsame Selbstverwaltung Patienten und Ärzte gleichermaßen.

Ausnahmeregelung auch bei Erkrankung eines Kindes  

Am 11.3.2020 einigten sich die BMV-Partner darauf, dass die Sonderreglung auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (sogenanntes Muster 21) gilt. Mehr dazu lesen Sie hier.

GKV-Spitzenverband
Schlagworte zum Thema:  Coronavirus, Arbeitsunfähigkeit