| Elektronische Gesundheitskarte

E-Health-Gesetz soll Prozesse bei eGK beschleunigen

Gesetz soll Anwendungen der eGK beschleunigen
Bild: Haufe Online Redaktion

Gröhe will bei der elektronischen Gesundheitskarte Tempo machen. Mit einem E-Health-Gesetz soll der Aufbau der IT-Infrastruktur für die eGK beschleunigt werden.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will den schleppenden Aufbau einer IT-Infrastruktur für die elektronische Gesundheitskarte per Gesetz beschleunigen. Noch in diesem Jahr werde er den Entwurf für ein E-Health-Gesetz vorlegen, kündigte Gröhe am 25.6.2014 auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2014 in Berlin an.

Anwendungen der eGK sollen schnell eingeführt werden

Die Rahmenbedingungen für die Telematikinfrastruktur solle konkretisiert werden, um den Prozess zu beschleunigen, sagte er nach Angaben der Veranstalter. Anwendungen der Karte zum Nutzen der Patienten sollten zügig eingeführt werden. Die Telematikinfrastruktur solle darüber hinaus für weitere Anwendungen offenstehen.

Notfalldaten und Medikamente zentral für eGK
Einer Zeitung sagte Gröhe, zentral für die Gesundheitskarte seien zunächst die Notfalldaten. «Wenn es nach einem Unfall schnell gehen muss, soll der Arzt überlebenswichtige Notfalldaten sofort von der Karte abrufen können.» Ärzte sollten mit Hilfe der Karte zudem direkt sehen können, welche Medikamente ein Patient gerade einnehme.

Zuletzt gab es Streit um die eGK
Krankenkassen und Ärzte, die die Karte und die IT-Infrastruktur gemeinsam mit Kliniken, Apothekern und Industrie einführen sollen, haben sich zuletzt über das Projekt zerstritten (s. News v. 20.6.2014). Die Karte und die Entwicklung der nötigen Infrastruktur kosteten bisher knapp 900 Millionen Euro. Frühestens von 2018 an sollen laut den Kassen Anwendungen wie die Übermittlung elektronischer Fallakten kommen.

Schlagworte zum Thema:  EGK, Krankenkasse, Arzt

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