| Burnout - eine Moderkrankheit

Ist die Zunahme psychischer Erkrankungen ein Irrtum?

Wird bei psychischen Erkrankungen zu schnell krankgeschrieben?
Bild: Haufe Online Redaktion

Nach Medienberichten und Statistiken steigt die Zahl psychischer Erkrankungen Jahr um Jahr an. Ärztlicherseits werden diese Horrormeldungen nun angezweifelt. Was steigt, sei die Bereitschaft wegen eines psychischen Leidens krank zu sein.

Der Rostocker Mediziner Wolfgang Schneider blickt mit großer Skepsis auf die seit den 1990er Jahren stetig steigenden Krankschreibungen wegen psychischer Leiden. Er hat seine Zweifel. Schneider ist Direktor der Rostocker Universitätsklinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin.

Menschen berufen sich häufig gern auf "psychische Belastungen"

«Es gibt eine große Bereitschaft von Menschen, sich als psychisch belastet anzusehen und sich deshalb krankschreiben zu lassen», sagte der Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Krankschreibung erfolgt zu schnell

Viele Menschen, die sich psychisch belastet fühlen, folgen dem medialen Hype um das Burnout-Syndrom. «Die Schwelle, ab wann Symptome als Ausdruck einer psychischen Erkrankung bezeichnet werden, sinkt. Die Diagnose einer psychischen Erkrankung wird zu schnell und zu häufig gestellt.» Schneider ist Direktor der Rostocker Universitätsklinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Psychische Erkrankung, Arbeitsunfähigkeit, Burn-out-Syndrom

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