| Leistungen Sozialversicherung

Bundesfreiwilligendienst gilt als Erfolg

Der Bundesfreiwilligendienst wird überraschend gut angenommen und gilt ein halbes Jahr nach seiner Einführung bereits als Erfolg.

Bis Weihnachten waren 26.240 Verträge für einen Bundesfreiwilligendienst abgeschlossen. "Es gibt niemanden, der mit einer so hohen Anzahl gerechnet hätte", sagte Josef Opladen, Sprecher des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln. "Von daher ist die Entwicklung schon sehr positiv."

Dienst nun weiter ausbauen

Genauso sieht es Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der viele Plätze zur Verfügung stellt. "Ich hab mit dem Erfolg, den wir jetzt haben, erst im nächsten Jahr gerechnet", sagte er. "Es ist ein Erfolg geworden. Jetzt geht's darum auszubauen, Erfahrungen zu sammeln, gerade auch mit den älteren Absolventen, um das Ganze immer weiter zu verbessern."

Im Gegensatz zum Zivildienst, der am 31.12.2011 endgültig ausläuft, gibt es beim Bundesfreiwilligendienst keine Altersbegrenzung.

Viele Rentner im Einsatz

"Hier im Paritätischen schätzen wir, dass wir rund 20 % Ältere haben, also Menschen über 30", sagte Schneider. "Das reicht vom Studienabsolventen, der sich nun erst einmal orientieren will in der Praxis, bis hin zum 72-jährigen Rentner, der Lust hat, sich einer sinnvollen Aufgabe zu widmen." Von den 20 % der über 30-Jährigen sei etwa jeder zweite im Rentenalter.

Stellen im Pflegeheim schwierig besetzbar

Stellen in Pflegeheimen seien relativ schwierig zu besetzen, doch das sei bei den Zivildienstleistenden genauso gewesen. "Es war immer ein ganz großes Problem, dass junge Menschen natürlich lieber in den Kindergarten wollen als dass sie sich der sehr schweren Arbeit des Umgangs mit pflegebedürftigen Menschen hingeben wollen", sagte Schneider.

Aktuell

Meistgelesen