| Bürokratieabbau

Weniger Formulare, mehr Zeit für Patienten

Krankenkassen und Ärzte prüfen die Effizienz der eingesetzten Formulare.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bürokratieabbau ermöglicht Ärzten wieder mehr Zeit für Patienten. Wie das geht, zeigen die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe und die Barmer GEK. Krankenkassen und Ärzte arbeiten in Pilotprojekten gemeinsam an einer Analyse der Formulare und prüfen, wie diese effizienter gestaltet werden können.

Die Barmer GEK sowie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe wollen den Druck auf Krankenkassen und Ärzteschaft erhöhen, gemeinsam gegen die Flut unverständlicher Formulare anzugehen. In Pilotprojekten in Borken, Münster und Dortmund überprüfen Kasse und Ärzte Formulare auf ihre Praxistauglichkeit.

Ärzte haben ohne Bürokratie mehr Zeit für Patienten

Barmer GEK-Chef Christoph Straub unterstrich am 7.1.2015 in Berlin, weniger «Papierkram» für den Arzt bedeute mehr Zeit für den Patienten. Der Vertreter der KV Westfalen-Lippe, Thomas Kriedel, ging davon aus, dass von den jährlich gut drei Milliarden Euro Verwaltungsaufwand der niedergelassenen Ärzte in Deutschland 50 Prozent eingespart werden könnten.

Krankenkassen und Ärzte haben unterschiedliche Ansichten

Bernhard Gibis von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) machte deutlich, dass sich hier durchaus unterschiedliche Interessen von Kassen und Ärzten gegenüberstehen. Er verlangte verbindliche Ziele zum Bürokratieabbau und mehr politischen Druck. Deutlich wurde, dass Bürokratieabbau im Gesundheitswesen ein zähe Angelegenheit ist.

Schlagworte zum Thema:  Bürokratie, Formular, Krankenkasse, Arzt

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