25.11.2011 | Leistungen Sozialversicherung

Bei manchen Kassen gibt's auch für Kinderlose Haushaltshilfe

Bei den Krankenkassen gibt es deutliche Unterschiede bei den freiwilligen Leistungen. Während die eine Schwerkranken eine Haushaltshilfe zahlt, lehnt die andere ab. Vor einem Kassenwechsel lohnt es sich, solche Fragen zu klären.

Freiwillige Leistungen von Krankenkassen können sich gehörig unterscheiden. Daher ist es durchaus möglich, dass eine Kasse einem Schwerkranken eine vom Arzt als notwendig erachtete Haushaltshilfe zahlt, während eine andere Kasse dies verweigert. Darauf weist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) in Dortmund hin. Beim Kassenwechsel sollte auf solche Details in der Satzung geachtet werden.

Haushaltshilfe: Die gesetzlichen Vorgaben

Grundsätzlich ist die Kostenübernahme von Haushaltshilfen durch Krankenkassen sehr eingeschränkt: Voraussetzung ist laut UPD, dass mindestens ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt lebt und niemand sonst es versorgen kann. Ausnahmen gibt es nur für Familien mit behinderten und hilfebedürftigen Kindern.

Auch die Pflegeversicherung zahlt erst, wenn für mindestens 6 Monate eine erhebliche Pflegebedürftigkeit besteht.

Satzungsregelungen gehen darüber hinaus

Allerdings haben manche Kassen in ihren Satzungen die Altersgrenze für die Kinder im Haushalt auf 14 Jahre erhöht. Oder sie zahlen bei schwerer Krankheit eine Hilfe, selbst wenn keine Kinder im Haushalt leben. Dafür verlangen sie, dass der Arzt die Schwere der Krankheit und die Notwendigkeit der Haushaltshilfe bestätigt. Den Antrag auf sollten Versicherte am besten schriftlich einreichen, rät die UPD.

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