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Neue Regelung zur Berücksichtigung von ermächtigten Ärzten

Berücksichtigung von ermächtigten Ärzten in der Bedarfsplanung
Bild: Haufe Online Redaktion

Der von ermächtigten Ärztinnen und Ärzten geleistete Versorgungsbeitrag für die vertragsärztliche Versorgung wird künftig in der Bedarfsplanung berücksichtigt.

Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 17.4.2014 in Berlin gefasst und damit eine noch ausstehende Regelung entsprechend des gesetzlichen Auftrags geschaffen, den er bei der Bedarfsplanung noch zu erfüllen hatte.

Pauschale Anrechnung der geleistete Versorgungsbeiträge

Die Regelung sieht vor, dass ermächtigte Ärzte und Psychotherapeuten und solche, die beispielsweise in psychiatrischen oder psychosomatischen Institutsambulanzen ebenso wie in sozialpädiatrischen Zentren tätig sind, je nach Tätigkeitsumfang pauschal angerechnet werden. Die Regelung ist auf 4 Jahre befristet. Innerhalb von 3 Jahren wird diese mit dem Ziel evaluiert, das Leistungsgeschehen in den Einrichtungen und die Auswirkungen der Regelung auf die Versorgung zu untersuchen.

Keine Gefährdung für Patientenversorgung

"Entgegen anderslautender Prognosen gefährdet die gewählte pauschale Anrechnung der von ermächtigten Ärzten erbrachten Versorgungsanteile in keiner Weise die Patientenversorgung – weder in der Psychotherapie noch in der kinderärztlichen Betreuung“, sagte der unparteiische Vorsitzende des G-BA, Josef Hecken.

„Denn: Neben niedergelassenen Vertragsärzten sind zahlreiche Einrichtungen wie etwa psychosomatische Institutsambulanzen und sozialpädiatrische Zentren am realen Versorgungsgeschehen beteiligt und erbringen Leistungen der vertragsärztlichen Versorgung, wie sie im Rahmen der Bedarfsplanung abgebildet werden.

Pauschalwerte stellen Annäherung an reale Versorgungssituation dar

Mit dem heutigen befristeten Beschluss wird eine sachgerechte Anrechnung dieser Leistung in der Bedarfsplanung ermöglicht. Auf Landesebene besteht zudem jederzeit die Möglichkeit, von der Regelung abzuweichen. Die hier vorgesehenen Pauschalwerte stellen eine Annäherung an die reale Versorgungssituation dar. Sollten regionale Besonderheiten es erforderlich machen, können die erweiterten Landesausschüsse jederzeit von der Richtlinie abweichen und pauschale Werte durch spezifische modifizierte Anrechnungswerte ersetzen. Damit können Härten oder Zulassungsbeschränkungen in unterversorgten Gebieten in jedem Einzelfall zielgenau verhindert werden“, so Hecken weiter.

Den Beschlusstext können Sie hier nachlesen.

Schlagworte zum Thema:  Versorgung, Bedarfsplanung, Arzt, Psychotherapie, Gemeinsamer Bundesausschuss

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