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Ärzte erhalten mehr Honorar

Die Honorare der Kassenärzte steigen 2013 um 0,9 % an.
Bild: Haufe Online Redaktion

Deutschlands Kassenärzte können mit rund 300 Mio. EUR mehr Honorar im Jahr 2013 rechnen. Dies Ergebnis wurde bei den Verhandlungen zwischen dem Spitzenverband der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am 30.8.2012 in Berlin erzielt.

Der Erweiterte Bewertungsausschuss beschloss, dass die Berechnungsgröße für das Ärztehonorar - der Orientierungswert - um 0,9 % steigt. Der Orientierungspunktwert von derzeit 3,5048 Cent beträgt ab dem 1.1.2013 3,5363 Cent.

Dies entspricht nach Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes einem Plus in Höhe von rund 270 Mio. bzw. einer durchschnittlichen Honorarerhöhung von 1.800 EUR pro niedergelassenem Arzt im Jahr. Hinzu kommen noch weitere Steigerungen durch die Honorarerhöhungen aus der Morbiditätssteigerung und ggf. Zuschläge auf den Orientierungswert auf Landesebene.

GKV-Spitzenverband zeigt sich zufrieden

Der Vize-Chef des Kassenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, lobte, es sei eine vernünftige Lösung: "Das ist nicht das von den Krankenkassen geforderte Ergebnis, aber eine vernünftige Lösung, die den Interessen beider Seiten entgegenkommt." Er betonte, dass zwar der von der Ärzteschaft geforderte Umfang nicht erreicht wurde, die Honorare jedoch weiter steigen würden. Für die Beitragszahler der GKV bliebe der große Kostenschub aus, den vollständige Umsetzung der Ärzteforderungen bedeutet hätte. 2011 hatten die Ärzte von den Kassen nach Angaben des Kassenverbands 33,3 Mrd. EUR bekommen.

Ärzteschaft kündigt Proteste an

Die KBV hatte unterm Strich rund 3,5 Mrd. EUR mehr gefordert. Der Kassen-Verband wollte die Honorare für die rund 150.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten um rund 2,2 Mrd. EUR kürzen. Die Ärzte zeigten sich unzufrieden. "Das wird den Zorn nicht besänftigen", sagte KBV-Sprecher Roland Stahl. Mehrere Verbände hatten Proteste angekündigt.

Schlagworte zum Thema:  Arzthonorar, Kassenarzt

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