09.01.2013 | Arzneimittel

Wegen Rabattverträgen sind Medikamente umzustellen

Apotheker müssen Arzneimittelrabatte prüfen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zum Jahresbeginn treten neue Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Arzneimittelherstellern in Kraft. Folge: Millionen gesetzlich Krankenversicherte müssen sich auf neue Arzneimittel einstellen.

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) berichtete am 7.1.2013 in Berlin, dass von vielen Krankenkassen neue Rabattverträge geschlossen wurden.

Diese Rabattverträge wirken sich direkt auf die Arzneimittelabgabe aus. Denn viele verschiedene Mittel haben denselben Wirkstoff haben und wirken somit gleich. Die Apotheker müssen dann das Mittel abgeben, für den die Kasse mit einem Hersteller einen Preisnachlass bzw. den günstigsten Preis verabredet hat.

Medikamentenwechsel verunsichert Patienten

Apotheker sind seit dem 1.4.2007 dazu verpflichtet, diese Rabattprüfung durchzuführen. Der DAV-Vorsitzende Fritz Becker spricht aus Erfahrung: «Gerade bei chronisch kranken Menschen, die ihre Medikamente genau kennen, führt das zur Verunsicherung». Es liege an den Apothekern, das Vertrauen der Patienten in ihre Medikation wieder herzustellen.

Viele Wirkstoffgruppen betroffen

Seit 1.1.2013 gelten laut DAV unter anderem Rabattverträge der IKK Classic über etwa 150 Wirkstoffe. Zum 1.2.2013 würden mehr als 40 Betriebs- und Innungskrankenkassen ihre Versicherten mit neuen Rabattarzneimitteln für mehr als 150 Wirkstoffe versorgen. Ebenfalls zum 1.2.2013 habe die Techniker Krankenkasse Rabattverträge für mehr als 20 Wirkstoffe abgeschlossen.

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