10.10.2013 | Arzneimittel

Warnung vor unseriösen Versandapotheken

Arzneimittel aus der Apotheke vor Ort oder einer Versandapotheke?
Bild: Karl-Heinz Laube

Bestellen Sie Ihre Arzneimittel im Internet? Das DIMDI warnt vor dubiosen Versandapotheken. Denn der Handel mit gefälschten Arzneimitteln im Internet und damit die gesundheitlichen Risiken beim Bestellen von Arzneimitteln nehmen zu. Unterstützung bietet das Versandapothekenregister.

Beim Bestellen von Arzneimitteln gilt besondere Vorsicht, da sich im Internet zahlreiche Betrüger tummeln, die auch gefälschte Arzneimittel vertreiben. Darauf weist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hin. Gleichzeitig gibt das DIMDI konkrete Tipps, wie man dubiose Versandapotheken erkennt und meidet.

Versandapothekenregister listet seriöse Apotheken

Beim DIMDI, einem Institut aus dem Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums, findet man seit 2009 im sogenannten "Versandapothekenregister" seriöse Versandapotheken. Das Versandapothekenregister enthält ergänzend Hinweise, woran unsichere Angebote zu erkennen sind. Darüber hinaus können dem DIMDI selber verdächtige Webseiten gemeldet werden.

Sicherheits-Tipps für Arzneimittel aus dem Internet

Seriöse Versandapotheken zeigen im Internetauftritt ein ordentliches Impressum und halten sich an die Rezeptpflicht bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Eher zu meiden sind dagegen Anbieter, die sich auf Potenzpillen oder Abnehmen beschränken. Entscheidend ist auch der Standort einer Versandapotheke. Denn neben deutschen Anbietern ist der Versandhandel nach Deutschland nur für Apotheken aus wenigen europäischen Ländern erlaubt.

Gefälschte Arzneimittel sind gefährlich

Illegale Angebote halten sich teils hartnäckig im Internet, zumal die Firma oft im entfernten Ausland sitzt und dort aufgrund der unterschiedlichen Rechtslage nur schwer zu belangen ist. Einige Versandapotheken nutzen fremde Logos oder fälschen sogar Registereinträge. Daher empfiehlt das DIMDI, bei Arzneimitteln im Internet besonders kritisch zu sein. Genau geprüft werden sollte z. B. anhand der Internetadresse, die vom DIMDI stammen muss, ob ein Registereintrag wirklich echt ist.Gefälschte Arzneimittel sind gefährlich

Riskante Webseiten meiden

Um nicht an Arzneimittelfälschungen zu geraten, sollten riskante Webseiten gemieden werden. Gefälschte Arzneimittel enthalten oft keine oder falsch dosierte Wirkstoffe, selbst Giftstoffe sind nicht selten und bergen daher immer große Gesundheitsrisiken. Fälschungen sind für Laien nur schwer zu erkennen. Daher sollten Arzneimittel unbedingt bei seriösen Versandapotheken bestellt werden.

Sicherheitslogo für seriöse Versandapotheken

Legale Versandapotheken findet man ganz leicht beim DIMDI. Das Institut führt das Versandapothekenregister mit den Apotheken, die eine behördliche Versanderlaubnis für Deutschland besitzen. Das Risiko, an Fälschungen zu geraten, ist bei diesen Versandapotheken daher genauso gering wie in der Apotheke vor Ort.

Nur im Versandapothekenregister genannte Apotheken dürfen auf ihren Webseiten das offizielle Sicherheitslogo zeigen. Der Klick auf das Logo führt zum Registereintrag der Apotheke, der neben den Kontaktdaten der Apotheke u.a. die der zuständigen Behörde enthält.

Schlagworte zum Thema:  Arzneimittel, Verschreibungspflichtige Arzneimittel, Apotheke

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