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Warnung vor Medikamenten aus dem Internet

Riskant: Onlineshopping von Medikamenten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Medikamentenkauf im Internet ist ein Risiko. Mediziner warnen vor gefälschten Medikamenten. Selbst Fachleute können Original und Fälschung nur schwer unterscheiden. Sind Online-Apotheken sicher?

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) warnt vor dem Medikamentenkauf im Internet. Ob Antibiotika, Dopingmittel oder Viagra: Jede 2. Arznei, die online verkauft wird, sei gefälscht. Das teilte die Gesellschaft am 8.4.2013 beim Internisten-Kongress in Wiesbaden mit.

Originalmedikament oder Fälschung?

Im Internet wird alles angeboten – von Antibiotika bis zum Krebsmittel. «Diese Medikamente können z. B. gar keinen Wirkstoff haben oder überdosiert sein», sagte Manfred Schubert-Zsilavecz vom Zentrum für Arzneimittelforschung an der Goethe-Universität Frankfurt (Main). Sogar für Experten seien manche Fälschungen kaum vom Original zu unterscheiden.

Internetapotheken - eine Alternative?

Der Kauf von Medikamenten in den Apotheken sei dagegen überwiegend sicher. «Ein Restrisiko gibt es zwar auch da, doch die Gefahrenquelle Nummer eins ist das Internet.» Zwar gebe es auch legal arbeitende Internetapotheken. Es sei jedoch zweifelhaft, ob die Patienten die Angebote unterscheiden könnten.

Arzneimittelfälschung ist lukrativ

Der illegale Handel mit Arzneimitteln gehöre zu den lukrativsten kriminellen Einnahmequellen, sagte Volker Kerrutt vom Zollkriminalamt in Köln. So liege etwa die Gewinnspanne bei illegal hergestelltem Viagra bei bis zu 47.000 % und damit deutlich höher als beim Handel mit Heroin.

Insgesamt gehe die Tendenz beim Internethandel zu den klassischen Medikamenten und zu Dopingmitteln für den Breitensport, wie etwa Anabolika für den Muskelaufbau. Die meisten Produkte kämen aus China, Indien und Thailand. Im vergangenen Jahr hatte der Zollfahndungsdienst in Deutschland insgesamt fast 5 Mio. illegal hergestellte Tabletten und Ampullen sichergestellt, das waren damit deutlich mehr als im Jahr zuvor (3,64 Mio.).

Schlagworte zum Thema:  Arzneimittel, Internet, Apotheke

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