In einigen Jahren könnte aufgrund des Fortschritts der Robotik ernst über den Robo-Doktor zu diskutieren sein. Bild: kirill_makarov - Fotolia

Als Patient mit einer akuten Erkrankung nicht zum Arzt, sondern zu einem Computer oder Roboter mit künstlicher Intelligenz gehen? Zwei von fünf Bundesbürgern können sich das durchaus vorstellen. So das Ergebnis einer Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC.

Die bei der Befragung mitgenannte Voraussetzung ist, dass der «Robo-Doktor» schneller und effizienter arbeitet als ein Arzt. 43 Prozent der Befragten meinten zudem, sie würden sich bei einem kleineren Eingriff sogar von einem Roboter operieren lassen. Jeder Vierte lehnt die Vorstellung des «Robo-Doc» grundsätzlich ab.

Roboter statt Arzt: Kein Ersatz auf absehbare Zeit

PwC-Gesundheitsexperte Michael Burkhart erläuterte, die Fragen seien weit in die Zukunft gerichtet. Tatsächlich werde der Roboter den Arzt auf absehbare Zeit nicht ersetzen. Doch aufgrund des Fortschritts auf Gebieten wie der Robotik oder der künstlichen Intelligenz könnten solche Szenarien in einigen Jahren tatsächlich ernst zu diskutieren sein.

Skepsis gegenüber Medizin ohne Faktor Mensch

Zwei Drittel der Befragten glauben, dass Robotik und künstliche Intelligenz die medizinische Versorgung verbessern werden. Viele begegnen der Entwicklung laut der Umfrage aber mit Skepsis - etwa gegenüber Medizin ohne menschlichen Faktor insgesamt. Viele Befragte äußerten auch die Sorge, ob ein «Robo-Arzt» auch noch funktioniere, wenn während einer Therapie etwas Unvorhergesehenes passiere.

Diabetes: Jeder Zweite zu elektronischer Anleitung bereit

Im Fall von Diabetes wäre mehr als jeder Zweite bereit, sich bei der Behandlung via PC, Tablet oder Smartphone anleiten zu lassen. 19 Prozent der Befragten lehnten die Idee entschieden ab, 22 Prozent sahen die Sache eher skeptisch.

Höhere Zustimmung im Osten

In den ostdeutschen Bundesländern sind die Zustimmungswerte zu den technischen Szenarien durchweg etwas höher als im Westen. Das könnte laut Studienautoren auch daran liegen, dass dort der Zugang zu medizinischen Leistungen wegen der geringen Bevölkerungsdichte und langer Wege erschwert ist.

Schlagworte zum Thema:  Ärztliche Behandlung, Roboter, Arzt

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