| Abschlagsfreie Rente

Verlust vieler Facharbeiter wegen Rente mit 63

45.000 Facharbeiter könnten sofort in Rente mit 63 gehen
Bild: Haufe Online Redaktion

Droht der deutschen Metall- und Elektroindustrie der Verlust von Tausenden Facharbeitern? Die Zahlen sind alarmierend: 45.000 Beschäftigte könnten sofort die Rente mit 63 antreten, weitere 150.000 Mitarbeiter könnten von der Anrechnung der Arbeitslosigkeitszeiten profitieren.

Der deutschen Metall- und Elektroindustrie droht nach eigener Einschätzung das plötzliche Ausscheiden Tausender älterer Facharbeiter, wenn die geplante Rente mit 63 umgesetzt wird.

45.000 Facharbeiter könnten sofort in den Ruhestand gehen

Geschätzte 45.000 Beschäftigte könnten die von der großen Koalition angestrebten Regelungen sofort zum Renteneintritt nutzen, erklärte der Verband auf Anfrage. Innerhalb von 10 Jahren könnten dann rund 200.000 Mitarbeiter der zentralen deutschen Industriebranche nach 45 Beitragsjahren frühzeitig in den Ruhestand.

Sorge um Fachkräftemangel wegen Anrechnung der Arbeitslosigkeitszeiten

Mit der geplanten Anrechnung von Zeiten der Arbeitslosigkeit werde die Regelung faktisch zur Rente mit 61, kritisiert Gesamtmetall. In dieser Altersklasse (61plus) befänden sich gegenwärtig rund 140.000 Mitarbeiter.

Verlängerte Lebensarbeitszeit als Antwort auf demografischen Wandel

Die Industrie habe in den vergangenen Jahren einen Mentalitätswandel geschafft und die Zahl der über 60-Jährigen in den Betrieben seit dem Jahr 2000 um mehr als 150 % gesteigert. Die längere Lebensarbeitszeit sei die einzig richtige und gerechte Antwort auf den demografischen Wandel.

Enthaltene Arbeitslosigkeit soll nicht am Ende der Beitragsjahre liegen dürfen

Die Große Koalition aus Union und SPD will die Rentenreform zum 1. Juli umsetzen. Die Union will festlegen, dass die enthaltene Arbeitslosigkeit nicht am Ende der 45 Beitragsjahre liegen dürfe. Damit soll verhindert werden, dass Beschäftigte bereits mit 61 aufhören zu arbeiten.

Schlagworte zum Thema:  Abschlagsfreie Rente, Arbeitslosigkeit, Fachkräftemangel, Demografischer Wandel, Lebensarbeitszeit

Aktuell

Meistgelesen