| Verbraucherschutz

Gebratene Hähnchenfiletstreifen dürfen nicht erst zerkleinert werden

Was drauf steht, muss auch drin sein: Wer Fleisch zerkleinert, in einen Kunstdarm füllt und dann noch als «Hähnchen-Filetstreifen, gebraten» anbietet, täuscht den Verbraucher.

Durch den Fleischwolf gedreht

Wer das Fleisch zerkleinert, in einen Kunstdarm füllt und dann als «Hähnchen-Filetstreifen, gebraten» anbietet, täuscht Verbraucher, urteilte das OVG Lüneburg.

 

Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hatte Bezeichnung beanstandet

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hatte die Bezeichnung beanstandet, weil es in der Kennzeichnung keinen Hinweis auf die zerkleinerte Substanz gab. Es wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen irreführender Bezeichnung eingeleitet. Dagegen hatte der Hersteller geklagt. Das Verwaltungsgericht hatte die Klage abgewiesen, weil die Bezeichnung des Erzeugnisses geeignet sei, den Verbraucher über dessen Beschaffenheit zu täuschen. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte die Entscheidung.

(OVG Lüneburg, Urteil v. 2.7.2010, 13 LB 9/08).

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