| Wirtschaftsrecht

Neues Widerrufsrecht für den Online-Handel: Widerrufsbelehrung aktualisieren

Noch gut zweieinhalb Monate haben Online-Händler im Zuge der Übergangsfrist noch Zeit, die Widerrufsbelehrung für Internet-Shops auf den aktuellen Stand zu bringen. Danach könnten Abmahnungen drohen, denn die Rechtslage hat sich geändert.

Seit dem 4. August 2011 gilt das neue Widerrufsrecht für den Online-Handel, in dem vor allem die Regelungen zum Wertersatz geändert wurden. Notwendig wurde diese Anpassung, nachdem in einem Urteil des EuGH die deutschen Vorschriften in diesem Bereich als teilweise europarechtswidrig eingestuft worden waren.

 

Übergangfrist von drei Monaten

In dem neuen Gesetz ist eine Übergangsfrist von drei Monaten vorgesehen, in der Betreiber von Online-Shops noch keine negativen Konsequenzen befürchten müssen, wenn sie beispielsweise noch die alten Muster-Widerrufsbelehrungen verwenden. Nach Ablauf dieser Frist muss jedoch damit gerechnet werden, dass Online-Shops mit diesen alten Mustern kostenpflichtig abgemahnt werden können.

 

Eingeschränkter Wertersatz

Das neue Widerrufsrecht billigt dem Online-Händler einen Wertersatz für benutzte Waren, die im Rahmen des Widerrufsrechts zurückgeschickt werden, nur noch dann zu, wenn diese Nutzung unverhältnismäßig war. Damit soll sichergestellt werden, dass die Kunden die Artikel in ähnlicher Weise wie vor dem Kauf in einem Ladengeschäft ausprobieren können. Weitere Änderungen beim Widerrufsrecht beziehen sich auf den so genannten Verschlechterungs-Wertersatz.

Aktuell

Meistgelesen