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GmbH - Beteiligung in der Steuerbilanz?

Eine GmbH Beteiligung stellt nach Ansicht des FG Münster dann notwendiges Betriebsvermögen dar, wenn man mit ihr eine geschäftliche Beziehung absichern will. Sie ist dann in der Steuerbilanz zu bilanzieren.

Eine GmbH-Beteiligung stellt nach Ansicht des FG Münster im Urteil vom 25. Februar 2011 dann notwendiges Betriebsvermögen dar und ist somit in der Steuerbilanz zu bilanzieren, wenn man mit ihr eine geschäftliche Beziehung absichern will. Gemeint sind damit Geschäftsbeziehungen, die über solche hinausgehen, die üblicherweise auch mit anderen Unternehmen bestehen. Die Beteiligung muss z. B. die branchengleiche Tätigkeit des Anteilseigners fördern und/oder den Absatz seiner Produkte sichern. Ein hoher Umsatzanteil der GmbH an den Produkten des Anteilseigners kommt dabei genauso in Betracht wie z. B. die absatzfördernde Einbindung der GmbH in die Wertschöpfung der Produkte des Anteilseigners.

Praxistipp

Aus der Einstufung der GmbH-Beteiligung als notwendiges Betriebsvermögen hat das FG Münster übrigens gefolgert, dass die Inanspruchnahme aus einer vom Anteilseigner (für Verbindlichkeiten der GmbH) eingegangenen Bürgschaft zu Betriebsausgaben führt. Bei freiberuflichen Unternehmen gelten jedoch besondere Grundsätze, die im Streitfall nicht relevant waren.

 

FG Münster (Urteil vom 25. Februar 2011 (Az. 12 K 656/08 F))

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