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Gesellschafter-Haftung für Einsetzung eines ungeeigneten GmbH-Geschäftsführers

Die Haftungsbegrenzung durch die Rechtsform der GmbH kann leerlaufen, wenn die Gesellschafter den Fehler machen, einen laut Gesetz ungeeigneten Geschäftsführer einzusetzen: Im Ernstfall haften letztlich sie. Wichtig: Durch die GmbH-Reform sind die Auswahlkriterien für Geschäftsführer strenger geworden.

Bei nach Ausschlusskatalog ungeeignetem Geschäftsführer droht Gesellschafterhaftung

Schon nach früherem Recht existierte ein sog. Ausschlusskatalog für Geschäftsführer. Danach konnte z. B. jemand nicht Geschäftsführer werden, der wegen einer Insolvenzstraftat in den letzten fünf Jahren vor seiner Bestellung zum Geschäftsführer verurteilt worden war.

 

Anforderungen wurden durch MoMiG verschärft

Dieser Katalog ist durch das MoMiG erheblich erweitert worden; § 6 Abs.2  GmbHG. Danach kann z. B. jemand nicht zum Geschäftsführer bestellt werden, der bereits früher im Zusammenhang mit der Gründung einer GmbH vorsätzlich falsche Angaben gemacht hat oder, der wegen Betruges, Untreue oder wegen Vorenthalten, bzw. Veruntreuen von Arbeitsentgelt zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt worden ist.

 

Haftung in Zusammenhang mit dem Ausschlusskatalog

Eine besondere Haftung in Zusammenhang mit dem Ausschlusskatalog droht nach durch das MoMiG neu eingeführten Regelung § 6 Abs. 5 GmbHG den Gesellschaftern:

  • Haben die Gesellschafter einer Person,
  • die nach § 6 Abs. 2 GmbHG enthaltenen Ausschlusskatalog nicht Geschäftsführer sein darf,
  • gleichwohl die Führung der Geschäfte überlassen,
  • so haften sie für den der GmbH hieraus entstandenen Schaden.

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