29.10.2012 | Streit unter Hundehaltern

Hohe Geldstrafe für tretenden Fußballprofi

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Außerhalb des Platzes sollten Fußballer ihre Beine ruhig halten: Ein Profikicker versuchte einen Streit zwischen Hundehaltern im Park mit Tritten für sich zu entscheiden. Die Geldstrafe für den unsportlichen Ballkünstler bemisst sich nun auf 48.000 EURO.

Hundehalter sind ein eigene Spezies. Viele verteidigen ihren besten Freund mit Klauen und Zähnen. Mit Tritten gegen fremde Herrchen oder Frauchen sollten sie sich für ihren Hund aber nicht zur Wehr setzen, besonders, wenn sie von Berufs wegen trittsicher sind.

Ungut gelaufen: Iannis Amanatidis, Ex-Profi bei Eintracht Frankfurt, führte seinen Hund Gassi

Das Treffen ergab sich im April 2011 in einer Frankfurter Grünanlage, wo der Fußballer und das spätere Opfer Hunde ausführten. Weil sich Amanatidis darüber ärgerte, dass die Frau ihre vier Terrier ohne Leine laufen ließ und die Vierbeiner deshalb ungehindert auf seinen Jagdhund losgehen konnten, gab es zunächst eine verbale Auseinandersetzung mit wechselseitigen Beleidigungen. Kurz darauf trat der Sportler der Frau nach Feststellung des Gerichts in den Bauch und gegen den Oberschenkel.

60 hochdotierte Tagessätze

Nun muss der kickende Hundehalter 48.000 Euro Geldstrafe zahle. Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte den 31-jährigen am 26.10.2012 deshalb wegen Körperverletzung zu 60 Tagessätzen à 800 Euro. Die Zeugin, die Amanatidis gar nicht kannte, machte auf das Gericht einen glaubwürdigen Eindruck: «Warum sollte sie sich eine solche Geschichte ausdenken», fragte der Amtsrichter. Erst einige Tage später habe die Frau erfahren, dass der aus ihrer Sich ungepflegte und angetrunkene langhaarige Mann der bekannte Fußballspieler war. Amanatidis bestritt den Vorwurf. Er habe die Frau lediglich wegen der Hunde angeherrscht. Sein Verteidiger hatte Freispruch beantragt und will in Berufung gehen.

Schlagworte zum Thema:  Notstand, Hundehaltung, Körperverletzung, Geldstrafe

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