07.08.2013 | Top-Thema Mollath hat Erfolg vor dem BVerfG - seine Freiheitsrechte wurden verletzt

Staatsanwaltschaft lehnte Ermittlungen ab, Bank bestätigt Schwarzgeldvorwürfe

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Bild: Haufe Online Redaktion

Zunächst wurden alle Vorwürfe Mollaths als Wahnideen abgetan. Doch ganz so einfach ist es wohl nicht. Gleichzeitig weckt die Vorstellung, als möglicher Mitwisser von Straftaten in die Psychiatrie „abgeschoben“ zu werden, verbreitete Urängste.

Die Staatsanwaltschaft lehnte Ermittlungen wegen der von Mollath vorgebrachten Beschuldigungen ab. Im August 2006 stellte ein gerichtlich beauftragter Sachverständiger paranoide Störungen bei dem Beschuldigten fest. Das zuständige LG Nürnberg erkennt im August 2006 in dem gegen Mollath durchgeführten Verfahren auf Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung, spricht den Angeklagten aber wegen nicht auszuschließender Schuldunfähigkeit frei. Gleichzeitig ordnet es die Unterbringung Mollaths in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Die gegen das Urteil eingelegte Revision wird vom BGH Februar 2007 als unbegründet verworfen.

Doch keine Hirngespinste?

Seitdem kämpft Mollath vergeblich gegen seine Unterbringung in der Psychiatrie. Im Jahr 2012 wird ein Revisionsbericht der HypoVereinsbank publik, der die Schwarzgeldvorwürfe Mollath`s teilweise bestätigt.

Schlagworte zum Thema:  Körperverletzung, Sachbeschädigung, Steuerhinterziehung, Schwarzgeld, HypoVereinsbank

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