02.10.2012 | Top-Thema Mediationsgesetz: Konsequenzen für die anwaltliche Tätigkeit

Geplante Rechtsverordnung zur Mediationsausbildung

Kapitel
Um ein zertifizierter Mediator zu werden bedarf es einer Ausbildung
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Inhalt der Mediationsausbildung wird Gegenstand einer Rechtsverordnung nach § 6 MediationsG werden.

Die Voraussetzungen der Zertifizierung als Mediator wird noch detaillierter in eine Rechtsverordnung geregelt werden. Sie wurde aber auch durch den Rechtsausschuss sehr detailliert beschrieben. Danach ist eine Ausbildung mit einer Mindeststundenzahl von 120 Stunden zu absolvieren, die folgende Inhalte haben soll (Beschlussempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses, BT-Drucks. 17/8058 S. 18 – 20):

  • Einführung und Grundlagen der Mediation (Gewichtung 18 h, 15 %)
  • Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation (Gewichtung 30 h, 25 %)
  • Verhandlungstechniken und -kompetenz (Gewichtung 12 h, 10 %)
  • Gesprächsführung, Kommunikationstechniken (Gewichtung: 18 h, 15 %)
  • Konfliktkompetenz (Gewichtung 12 h, 10 %)
  • Recht der Mediation (Gewichtung 6 h, 5 %)
  • Recht in der Mediation, Ermöglichung einer rechtlich informierten Entscheidung bei rechtlich
  • Persönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis (Gewichtung 12 h, 10 %)
  • Praxis und Supervision und Intervision in der Ausbildung
  • Praktische Erfahrung und Nachweis von Fällen

Für den Anwalt-Mediator wird sich durch § 5 MediationsG nicht viel ändern. Bereits bislang sah § 7a BORA vor, dass sich als Mediator nur der bezeichnen darf, der durch geeignete Ausbildung nachweisen kann, dass er die Grundsätze des Mediationsverfahrens beherrscht.

Die von den Anwaltskammern geltenden Kriterien einer geeigneten Mediatorenausbildung, zu finden z. B. unter www.rak-koeln.de unter «Downloads», entsprechen im Wesentlichen den Anforderungen, die vom Rechtsausschuss beschrieben werden.

Schlagworte zum Thema:  Mediationsgesetz, Mediation, Mediationsverfahren, Streitschlichtung

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