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Hohe Heizkosten sind kein Minderungsgrund

Muss ein Mieter wegen der Beschaffenheit der Heizung besonders hohe Heizkosten tragen, stellt dies für sich allein betrachtet noch keinen Mangel der Mietsache dar.

Außergewöhnlich hohe Heizkosten stellen als solche keinen Fehler der Mietsache dar, der den Mieter zur Minderung berechtigt.

Der Mieter hat daher regelmäßig auch keinen Anspruch darauf, dass der Vermieter eine vorhandene, funktionstaugliche Heizungsanlage gegen eine andere, wirtschaftlichere Anlage austauscht.

 

Nur fehlerbehaftete Heizanlage ist ein Minderungsgrund

Nur wenn übermäßig hohe Heizkosten auf einem Fehler der Heizungsanlage beruhen, kann ein Mangel der Mietsache vorliegen. Ob die Heizungsanlage in diesem Sinne mangelhaft ist, ist nach dem Stand der Technik zur Zeit ihres Einbaus bzw. der Gebäudeerrichtung zu beurteilen.

(OLG Düsseldorf, Beschluss v. 8.7.2010, 24 U 222/09).

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