28.12.2012 | Top-Thema Neuregelungen bei Gesetzen, Beiträgen und Förderungen in 2013

Eltern / Kinder

Kapitel
100 Euro monatlich für die Betreuung der Kinder Zuhause
Bild: Haufe Online Redaktion

Was ändert sich bei der Förderung der Betreuung von Kindern?

Elterngeld: Die Berechnung des Elterngeldes wird vereinfacht, gleichzeitig sinkt es zumeist, wobei Angestellte im Schnitt schlechter wegkommen als Selbständige. Es wird für Kinder, die ab 2013 geboren werden nicht mehr der tatsächliche Nettoverdienst der letzten 12 Monate vor der Geburt zur Berechnung herangezogen, sondern der durchschnittlichen Bruttoverdienst. Sowohl bei Beschäftigten als auch bei Selbständigen wird anhand eines amtlichen Programmablaufplans für die maschinelle Berechnung der Lohnsteuer, Kirchensteuer und des Solidaritätszuschlags pauschal 21 % abgezogen.

Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft werden künftig über den Steuerbescheid des letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraums vor der Geburt des Kindes nachgewiesen. Bei unselbständig Beschäftigten wird weiterhin aus jeder Lohn- und Gehaltsbescheinigung das steuerpflichtige Bruttoeinkommen als Berechnungsgrundlage entnommen. Auch der kurzfristige Wechsel in die günstige Steuerklasse III ist nicht mehr möglich, ab 2013 ist für die Berechnung die Steuerklasse ausschlaggebend, die in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes überwogen hat. Da bekommt der Begriff Familienplanung doch gleich eine ganz andere Bedeutung.

Das Gesetz ist am 18.9.2012 in Kraft getreten. Die Vereinfachungsregelungen werden für Eltern von Kindern angewendet, die ab dem 1.1.2013 geboren werden.

Betreuungsgeld: Eltern von ein- und zweijährigen Kindern, die zu Hause bleiben um diese zu betreuen, anstatt sie in eine Betreuungseinrichtung zu geben, erhalten ab August 2013 ein Betreuungsgeld von 100 Euro monatlich. Es soll den Anspruch auf einen Krippenplatz ausgleichen.

Schlagworte zum Thema:  Elterngeld, Betreuungsgeld, Steuerklasse, Sozialversicherungswerte, Gesetzesänderung, Sozialversicherungsrecht

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