21.01.2013 | Top-Thema Neuere Entwicklungen beim Schmerzensgeld

Rechtsgrundlagen

Kapitel
Geringe Entschädigungsbeträge in Deutschland
Bild: Haufe Online Redaktion

Das deutsche Recht hat sich, auf Grund der starken Ausrichtung an materiellen Werten, lange schwer getan mit dem Ersatz von Schäden, die keine Vermögensschäden sind.

Seit dem Jahre 1990 ist die maßgebliche Vorschrift für die Zuerkennung von Schmerzensgeld aus dem Deliktsrecht heraus genommen und unter einer im wesentlichen neu gestalteten Bestimmung ins Allgemeine Schuldrecht des BGB als § 253 aufgenommen worden. Daneben finden sich Sonderregelungen in § 11 S.2 StVG, § 6 Satz 2 HaftPflG, § 87 S. 2 ArzneimittelG, § 36 Satz 2 LuftVG, § 8 S. 2 ProdHaftG und in weiteren Spezialgesetzen.

Obwohl immaterielle Schäden das Leben eines Menschen oft stärker beeinträchtigen können als materielle, fallen die von der Rechtsprechung zuerkannten Entschädigungsbeträge im internationalen Vergleich in Deutschland immer noch eher gering aus. So sind wir nicht nur noch weit entfernt von „amerikanischen Verhältnissen“, ein bleibendes Handycap wird nach wie vor häufig stiefmütterlich entschädigt.

Schlagworte zum Thema:  Entschädigung, Immaterielle Schäden, Produkthaftung, Schmerzensgeld, Schuldrecht

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