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Gericht erkennt Berufskrankheit durch Computer an

Das Aachener Verwaltungsgericht hat eine Sehnenscheidenentzündung als Berufskrankheit anerkannt. Das Gericht gab damit am Donnerstag einer 42-jährigen Finanzbeamtin Recht, die dauernd am Computer arbeitete. (AZ 1K 1203/09)

Die intensive Arbeit mit Maus und Tastatur sei Ursache für ihre chrionische Sehnenscheidenentzündung. Das beklagte Land Nordrhein-Westfalen habe den Zusammenhang bestritten, teilte das Gericht mit.


Anspruch auf Unfallfürsorgeleistungen
Aufgrund der Anerkennung habe die Frau jetzt Anspruch auf sogenannte Unfallfürsorgeleistungen. Das könne eine höhere Pension bedeuten oder auch die Zahlung für eine Heilbehandlung.

Das Urteil habe Grundsatzcharakter
sagte ein Gerichtssprecher: "Wer so intensiv am Computer arbeitet wie die Klägerin, hat gute Chancen, dass diese Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt wird." Das Land NRW kann in Berufung gehen.

 

 

 

 

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