23.10.2015 | Was Sie wissen müssen

Recht gesurft im WWW

Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

Richter werden oder Anwalt? Der Richter ist unkündbar und nicht weisungsgebunden. Der Anwalt kann schon auf Grund gehen, wenn die Spracherkennungs-Software spinnt und sein deshalb erst kurz vor Mitternacht rausgehendes fristgebundenes Fax nicht durchdringt, weil das Gerichtsfax blockiert ist. Schon alleine das Bild des aufgelösten Juristen zwischen bockigem Bildschirm und trödelndem Fax lässt das Richteramt in rosigem Licht erscheinen. Doch dann fällt einem der NSU-Prozess ein.

1. Rappendes Recht: Im Köln gibt es an der Uni keine staubigen Talare, sondern die oft als trocken verschriene Rechtswissenschaft wird in Rap-Formaten an die Erstsemester gebracht.

2. Arbeitssame Ärztin: Dass Ärzte oft sehr lange arbeiten müssen, das  ist bekannt - aber 26 Stunden an einem Tag, das ist nicht nur arbeitszeitrechtlich sehr fragwürdig.

3. Streikende Spracherkennung: Wer als Anwalt mit einer Spracherkennungs-Software arbeitet, kann keine Gnade beim BGH erwarten, wenn ein Softwaredefekt einen fristgebundenen Schriftsatz verzögert.

4. Drohender Deal: Das Bundesverfassungsgericht hat den Strafrichtern in Sachen Strafrechtsdeal ins Gewissen geredet - hat es was genützt?

5. Rauschende Richterkarriere: Richter haben einige Freiheiten und eine Karriere hinter der Richterbank kann so manches bieten.

Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet in der Agenda 85:

Compliance bei FIFA und UEFA, da geht was!

Schnell, schneller, Pistorius.

Frauenbeine auf dem Dienstwagen führen zur Kündigung.

Wenn einer eine Reise tut, rechtfertigt das nicht unbedingt eine Pauschgebühr.

Geschwindigkeitsüberschreitung; Messen allein reicht nicht.

Haufe Online Redaktion

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