09.10.2015 | Recht gesurft im WWW

Fünf Fundstücke für Juristen

Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

Der große Hammer war in dieser Woche ja der Absturz von Safe-Harbor. Doch der normale Anwaltsalltag geht im Hintergrund weiter. Twittern: ja oder nein? Hilfe! Jetzt auch noch Hunde im Gefängnis. Alarm! Jetzt kommt Konkurrenz aus dem EU-Ausland - die Dienstleistungsfreiheit nimmt ihren Lauf, den EU-Kommissar hält keiner auf. Und zum Ausklang ein Theaterstück von Schirach über das heikle Mischverhältniss von Recht und Unrecht.

1. Rechtsanwälte im Social-Media: Müssen Kanzleien und Anwälte mittlerweile auf Twitter& Co in Erscheinung treten? Sollten sie überhaupt?

2. Drogenspürhunde im Gefängnis: Wau! Nun soll der Drogenkonsum und -handel im Knast mittels vierbeiniger Freunde und Helfer zurückgedrängt werden.

3. EU-Berater-Konkurrenz im Anmarsch: Der EuGH könnte kurz davor stehen, Freiberuflern anderer EU-Staaten ohne nationale Zulassung oder Bestellung die Berufstätigkeit in Deutschland zu erlauben.

5. Schirach im Theater: Das Theaterstück "Die Ermittlung" vom Anwalt und Erfolgsautor Ferdinand von Schirach bringt demnächst in Berlin den Gerichtssaal auf die Bühne.

Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet in der Agenda 83:

Peinliches Phantom: Pleiten, Pech und Pannen - der NSU-Prozess schwankt wie ein besoffener Seemann seiner Wege. Nun hat sich ein Opfer als Illusion erwiesen.

Verkehrte Vollmacht: Wer sich in der Vollmacht die Kostenerstattungsansprüche des Mandanten abtreten lässt, der hat auf Sand gebaut und eine unzulässige Überraschungsklausel bemüht.

Schlafende Schöffin: Ein Prozess kann sehr ermüdend sein. Gerade noch rechtzeitig hat ein aufgeweckter Richter seine Schöffin geweckt und den verschlafenen Teil der Veranstaltung wiederholen lassen.

Gegangener Gutachter: Nicht nur Richter können als befangen ausgetauscht werden, auch ein Gutachter, der den Elefant im Porzellanladen gibt, kann seiner Stellung im Verfahren verlustig gehen.

(Er)steigerbarer Strafbefehl: Ein Strafbefehl muss nicht auf herkömmlichem Wege "erworben" werden. Man kann ihn auch bei ebay ersteigern.

 

Haufe Online Redaktion

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