20.03.2015 | Was Sie wissen sollten

Fünf Fundstücke für Juristen

Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

Zwar haben die Gerichte die Werbefreiräume der Anwaltschaft kontinuierlich erweitert. Doch weiter gilt: Reklamehaftes, sogar unseriöses und schockierendes  Anpreisen, das  mit der eigentlichen Leistung des Anwalts nichts mehr zu tun hat, ist berufsrechtswidrig.  Ein Anwalt ist kein Modehaus. Da lieber mit pro bono werben oder dem vollumfänglichen Beratungsbedürfnis der Mandanten auf die Spur kommen.

1. Schockwerbung ist verboten: Nun hat es die Schläger-Kaffeetasse als Kanzleiwerbung bis zum Bundesverfassungsgericht geschafft.  Auch die Verfassungsrichter waren not amused.

2. Dichtes Auffahren auch: Wer beim Autofahren den Mindestabstand ignoriert, dem droht ein Fahrverbot. Ausreden der Drängler überzeugen die Gerichte selten.

3. Geschäftsmodell Rundum-Beratung: Viele Dienstleister dürfen Rechtsberatung als Nebenleistung anbieten. Anwälte sollten die Rundum-Beratung ihrer Mandanten umso stärker kultivieren.

4. Beratung pro bono: Idealismus - wenn nicht jetzt, wann dann? Jurastudenten der Bucerius Law School beraten Mittellose umsonst.

5. Welcher Anwaltstyp sind Sie? Testen Sie Ihr Rollenbild. Saul Goodman oder Matlock? Turnschuhe oder Krawatte?

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Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet in der Agenda 64 mit den Fundstücken:

Vorsicht! Gebissener Polizist: Wer einen Polizisten beißt, muss mit einer umfassenden und schmerzhaften Reflexhandlung einschließlich Nasenbeinfraktur rechnen und hat keinen Anspruch auf Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz.

Peinlich - ein Pin-up-Kalender für Mandanten: Kalender mit leicht bekleideten Damen taugen nicht als Werbegeschenk seriöser Anwälte an ihre Mandanten.

Paradiesisch! Jurist werden ohne Examen: Unvergessen ist vielen Juristen noch in fortgeschrittenem Alter das Martyrium des 1. und 2. Examens. Doch es geht auch anders.

Auch das noch - grundlos strafbar gemacht: Manche Gerichte beschäftigen sich nicht mit Strafmilderungsgründen, sondern nehmen fehlende Gründe für eine Straftat strafschärfend zur Kenntnis.

Tierisch langes Fahrverbot: Schon ein Fahrverbot von einem Monat kann dem Betroffenen Ungelegenheiten bescheren - aber 630 Monate, da hatte das Amtsgericht Düsseldorf richtig hingelangt.

Haufe Online Redaktion

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