13.03.2015 | Was Sie wissen sollten

Fünf Fundstücke für Juristen

Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

Aussichtsloser noch als Steine werfen im Glashaus - das Beißen von Polizisten. Es kann nur übel ausgehen. Fast ebenso unbedacht: Wenn ein Anwalt seinen Mandanten Pin-up-Kalender zum Geschenk macht. Nur für Scheidungsanwälte könnte es ausnahmsweise Sinn machen, ist aber mittlerweile von der Anwaltskammer untersagt. Nicht unbedacht, aber recht hart scheint ein Fahrverbot von über 50 Jahren - so gesund es für den Betroffenen vielleicht gewesen wäre, es handelte sich um einen Tippfehler.

1. Vorsicht! Gebissener Polizist: Wer einen Polizisten beißt, muss mit einer umfassenden und schmerzhaften Reflexhandlung einschließlich Nasenbeinfraktur rechnen und hat keinen Anspruch auf Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz.

2. Peinlich - ein Pin-up-Kalender für Mandanten: Kalender mit leicht bekleideten Damen taugen nicht als Werbegeschenk seriöser Anwälte an ihre Mandanten.

3. Paradiesisch! Jurist werden ohne Examen: Unvergessen ist vielen Juristen noch in fortgeschrittenem Alter das Martyrium des 1. und 2. Examens. Doch es geht auch anders.

4. Auch das noch - grundlos strafbar gemacht: Manche Gerichte beschäftigen sich nicht mit Strafmilderungsgründen, sondern nehmen fehlende Gründe für eine Straftat strafschärfend zur Kenntnis.

5. Tierisch langes Fahrverbot: Schon ein Fahrverbot von einem Monat kann dem Betroffenen Ungelegenheiten bescheren - aber 630 Monate, da hatte das Amtsgericht Düsseldorf richtig hingelangt.

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Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet in der Agenda 63 mit den Fundstücken:

Berufshaftpflicht der Anwalts-GmbH ist kein geldwerter Vorteil.

Justitia geht der Nachwuchs aus: Juristenschwemme war gestern, heute haben die Gerichte Mühe, ihre Richterstellen adäquat zu besetzen.

Reisekosten des auswärtigen Anwalts: Auch wenn ein Anwalt von außerhalb des Gerichtsbezirks anreist, können Reisekosten ohne Notwendigkeitsprüfung erstattet werden.

Filesharing-Abmahnungen sind out - und die Kanzlei Schulenberg & Schenk mahnt diesbezüglich schon lange nicht mehr ab.

Haufe Online Redaktion

Schlagworte zum Thema:  Juristen, Richter