30.01.2015 | Was Sie wissen sollten

Fünf Fundstücke für Juristen

Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

"Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, dann steig ab." Ähnlich fühlen Anwälte, die plötzlich merken, dass ihr Mandant insolvent ist. Ist das ungerecht? Aber was ist schon gerecht? Wenn ein Mann durch ein leichtfertiges Gutachten für 2 Jahre zu Unrecht in Haft kommt? Wenn nach Demonstrationen fast nie gegen Polizisten ermittelt wird? Gerecht war vielleicht die Richterin, die einen vermeintlichen Exhibitionisten frei sprach, der wohl nur Ärger mit einer scharfen Chilischote hatte.

Die fahrlässige Gutachterin: 50 000 EUR Schmerzensgeld muss eine psychologische Gutachterin zahlen, die einem angeblichen Missbrauchstäter zu 2 Jahren Haft verhalf.

Die trennungswillige Sparkasse: Banken können sich nicht durch ein eingebildetes Kündigungsrecht aus hochverzinslichen Sparverträgen verabschieden, die für sie unrentabel geworden sind.

Die untadelige Polizei: Warum wird nach gewalttätige Demonstrationen fast nie gegen die Polizisten ermittelt?

Der insolvente Mandant: Wie können sich Kanzleien dagegen schützen, auf ihren Honorarforderungen sitzen zu bleiben?

Der unschuldige Exhibitionist: Ein hochroter nackter Mann in der Öffentlichkeit muss nicht immer ein Exhibitionist sein - er kann auch lediglich mit einer scharfen Schote in Kontakt gehabt haben.

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Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet in der Agenda 59 mit den Fundstücken:

1. Teambuilding in der Anwaltskanzlei: Wie gelingt es, aus einer Anwaltskanzlei eine erfolgreiche, gut funktionierende Mannschaft zu formen?

2. Schleichende rechtsstaatliche Desensibilisierung? Trägt die Verurteilung von Verkehrssündern auf Grundlage des Messverfahrens "PoliscanSpeed" einen rechtsstaatlichen Makel??

3. Leugnen der Tatbegehung: Das zwecks Verteidigung zulässige Leugnen der Tat kann zwar strafrechtlich nicht gegen den Angeklagten verwandt werden, ihm aber die Unterbringung bescheren.

4. Aufgestanden: Die Würde des Gerichts erfordert gelegentlich, dass sich der Angeklagte erhebt. Er muss allerdings nicht zum Stehaufmännchen werden.

5. Der Richterbund schlägt Alarm: 2000 Stellen für Richter und Staatsanwälte fehlen - „Das Vertrauen in die Justiz ist gefährdet".

Haufe Online Redaktion

Schlagworte zum Thema:  Juristen, Richter