19.12.2014 | Was Sie wissen sollten

Fünf Fundstücke für Juristen

Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

"Von drauß' vom Walde komm ich her; Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!":  Syndikusanwälte finden keine Herberge mehr im Versorgungswerk. Kanzleien nutzen die Weihnachtszeit für Charity-Aktionen. Marco Reus muss seine Kollegen nach der Feier heimfahren - er kann keinen Führerschein verlieren. Nur der Generalbundesanwalt kommt, über Gysis Strafanzeige gegen Bush, nicht zum Feiern. Doch: "Alt' und Junge sollen nun, Von der Jagd des Lebens einmal ruhn".

1. Letztes Weihnachten im Versorgungswerk: Für viele angestellte Rechtsanwälte beginnt mit 2015 eine neue Rentenära, denn bei nicht anwaltlichen Arbeitgebern heißt es im neuen Jahr - zu Recht oder zu Unrecht - Versorgungswerk ade.

2. Heftiger vorweihnachtlicher Strafbefehl: Eigentlich sollte Marco Reus gut zu Fuß sein, dass er trotzdem ohne Fahrerlaubnis Auto fuhr, kostet ihn einen Gutteil seines Weihnachtsgeldes, mit 90 Tagessätzen kommt er auf 540.000 Euro.

3. Strafanzeige gegen Bush & Co.: Gregor Gysi hat wegen der CIA-Foltervorwürfe Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft gegen Bush und andere führenden Ex-Politiker gestellt.

4. Weihnachtsrecht: Manche Rechtsfragen tauchen immer nur zur Weihnachtszeit auf.

5. Weihnachtsfeier in der Kanzlei: Für viele ist die betriebliche Weihnachtsfeier die Höchststrafe, andere sehen es gelassen, wie sieht sie in Großkanzleien aus?

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Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet in der Agenda 55 mit den Fundstücken:

Vorgetäuschter Verjährungsverzicht: Das BGH-Urteil zur ungerechtfertigten Bearbeitungsgebühr bei Privatkrediten wird Banken Millionen kosten. Die Mustertexte zum Verzicht auf die  Verjährungseinrede sollte man genau lesen.

Verbotene Schockwerbung: Die Vorgaben für die Anwaltswerbung lassen illustrierte Gruseltassen zum Thema Kindesmisshandlung nicht zu.

Verwirktes Mobbing: Untätigkeit allein reicht laut BAG nicht aus, um Arbeitnehmer-Ansprüche wegen Mobbing verfallen zu lassen.

Verordnete Fairness: Es wird künftig unzulässig sein, eine Berufung zu verwerfen, wenn der Angeklagte fehlt, aber sein Strafverteidiger zur Verhandlung kommt.

Verfrühte Weihnachtsgeschichte: Auch Anwälte haben ein weiches Herz, besonders zur Weihnachtszeit. Taschentücher bereit halten.

Haufe Online Redaktion

Schlagworte zum Thema:  Juristen, Richter