12.12.2014 | Was Sie wissen sollten

Fünf Fundstücke für Juristen

Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

Einer hilft immer - gerade zur Weihnachtszeit. Das BAG rettet Mobbing-Opfern das Schmerzensgeld, der EGMR verhilft abwesenden Angeklagten zum rechtlichen Gehör, Banken verzichten - mal mehr, mal weniger großzügig - auf die Verjährungseinrede gegenüber Erstattungsansprüchen ihrer Kunden. Anwaltskammern retten den Berufsstand vor Imageschäden durch schmierige Kaffeetassen und ein Anwalt rettet eine fremde Ehe und womöglich noch sein Weihnachtsfest. Jingle Bells, Jingle Bells ...

1 Vorgetäuschter Verjährungsverzicht: Das BGH-Urteil zur ungerechtfertigten Bearbeitungsgebühr bei Privatkrediten wird Banken Millionen kosten. Da lässt man sich für die Mustertexte zum Verzicht auf die  Verjährungseinrede schon einmal was einfallen.

2 Verbotene Schockwerbung: Die Vorgaben für die Anwaltswerbung sind mittlerweile deutlich gelockert. Doch illustrierte Gruseltassen zum Thema Kindesmisshandlung sind trotzdem nicht zulässig.

3 Verwirktes Mobbing: Untätigkeit allein reicht laut BAG nicht aus, um Arbeitnehmer-Ansprüche wegen Mobbing verfallen zu lassen.

4 Verordnete Fairness: Es wird auf Wunsch des Menschenrechtsgerichtshofs künftig unzulässig sein, eine Berufung zu verwerfen, wenn der Angeklagte unentschuldigt fehlt, aber zumindest sein Strafverteidiger zur Verhandlung kommt.

5 Verfrühte Weihnachtsgeschichte: Auch Anwälte haben ein weiches Herz, besonders zur Weihnachtszeit. Taschentücher bereithalten.

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Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet in der Agenda 54 mit den Fundstücken:

Mehr Selbstbehalt: Die Düsseldorfer Tabelle ändert sich zum 1.1.2015. Es steigt zunächst nur der Selbstbehalt.

Zu wenig Geld für Richter: Beim Bundesverfassungsgericht macht sich die Ansicht breit, dass Richter und Staatsanwälte so unterbezahlt sind, dass es das Alimentationsprinzip verletzt.

Zu wenige Partnerinnen in deutschen Kanzleien: Die Frauen-Quote kommt, aber nicht in deutsche Rechtsanwalts-Kanzleien. Da steckt der Partnerinnen-Bestand im einstelligen %-Bereich fest.

Ein § auf dem Smartphone: Wo steckt auf der Smartphone-Tastatur das §-Zeichen?

Kein bisschen Frieden für Apotheker: Es gibt eine neue Abmahnwelle. Diesmal trifft es die Apotheker.

Haufe Online Redaktion

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