26.09.2014 | Was Sie wissen sollten

Fünf Fundstücke für Juristen

Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

Fachanwalt werden ist schwer, Fachanwalt bleiben manchmal aber auch. Wer ein Testament hinterlässt, möchte seinen Nachlass ordnen. Wer dabei mangels Rechtsberatung die falschen Knöpfe drückt, erhöht u.U. noch die Konfusion um sein Erbe. Norbert Blüm hat mit der Feststellung "Die Renten sind sicher" seinerzeit den Mund ziemlich voll genommen. Trotzdem spricht er mit seiner Kritik an fehlerhaften Entscheidungen der Justiz vielen, nicht nur Opfern spektakulärer Fehlurteile, aus der Seele. 

Flotte Fachanwalts-Titelvergabe: Der Preis für die lahmste Verleihung eines Fachanwaltstitels in 2013 geht an die Anwaltskammer Berlin.

Fehlende Fachanwalts-Fortbildung: Wer dreimal schwänzt, dem traut man die Fachanwalts-Kompetenz nicht mehr zu und widerruft deshalb den Titel.

Totes Testament: Wer glaubt, ein Berliner Testament im Einmannbetrieb ohne Ehepartner errichten zu können, setzt sein Testament damit in den Sand. It takes two to tango!

Elektronische Akte als Arbeitsplatz-Killer? Die Einführung der elektronischen Akte in der Justizverwaltung rückt  näher und wirft den Angstschatten eines massiven Personalabbaus voraus.

Renten-Blüm als Rächer: Angesichts spektakulärer Fehlurteile hat der Ex-Minister Norbert Blüm ein Buch über seine Enttäuschung über Richter und Gerichte verfasst.

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Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet in der Agenda 45 mit den Fundstücken:

Ergebnisse des Juristentags: Der Juristentag ist vorbei, im Ergebnis werden Spezialkammern für Bausachen, Arzthaftung oder Versicherungsfragen gefordert.

Toter Anwalt in Kopenhagen: Familiensachen sind gefährlich. Ein Anwalt wurde in einem Sorgerechtsprozess vom Schwiegervater seines Mandanten erschossen.

Unausgegorene Sexualstrafrechtsreform? Zur Verschärfung des Sexualstrafrechts bei der Ausbeutung von Kindern gibt es Kritik vom DAV.

Gnade für Erst-Kiffer: Haschisch am Steuer kostet in der Regel den Führerschein. Doch beim 1. Mal drückt der Richter u.U. ein Auge zu.

0 Gramm Toleranz: Deutlich ungnädiger reagierte andernorts eine Richterin. Sie verhängte wegen des Besitzes von ca. 0,001 Gramm Haschisch eine Geldstrafe.

(5a) Kuriose Kanzleinamen: Namen sind nicht immer Schall und Rauch. Kein Wunder, dass sich manche Kanzleien bei der Suche nach klangvollen Namen schwer ins Zeug legen.

Haufe Online Redaktion

Schlagworte zum Thema:  Juristen, Fachanwaltstitel