12.09.2014 | Was Sie wissen müssen

Fünf Fundstücke für Juristen

Bild: Haufe Online Redaktion

Düstere Themen diese Woche: Fahrlässige Tötung durch eine Toilettentür, ein antiquierter Mordparagraf mit überholtem Menschenbild und Gerechtigkeitslücken. Muss man sich wehren, um vergewaltigt worden zu sein? Richtet künftig Scharia statt Justitia? Schließlich noch ein überfallener Anwalt - mehr dazu demnächst bei Aktenzeichen XY - ungelöst.

Halbes Urteil: Der Fall Pistorius ist (vorerst) halb entschieden. Fahrlässige Tötung, zunächst ohne Strafmaß, lässt deutsche und südafrikanische Juristen über Fahrlässigkeit grübeln.

Neue Tötungsdelikt-Regelung: Auch im deutschen Recht gibt es bei Tötungsdelikten offene Fragen. Reform des § 211 StGB wegen Ungereimtheiten und Gerechtigkeitslücken - ja oder nein?

Neues Sexualstrafrecht:  Änderungsbedarf sieht man auch beim Thema Vergewaltigung. Reicht große Angst des Opfers oder muss es aktiv ablehnend agieren?

Religiöse Paralleljustiz: Immer mehr Skepsis erregt die Scharia-Polizei und die Scharia-Justiz. Letztere ist auch Thema beim kommenden Juristentag.

Anwalt in Aktenzeichen XY: Ein spektakulärer und rätselhafter Überfall auf einen renommierten Kölner Anwalt wird zwecks Aufklärung in der Fahndungssendung nachgestellt. 

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Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet in der Agenda 43 mit den Fundstücken:

Neugieriger Samenspender: Auch Samenspender haben ein Auskunftsrecht über die Entwicklung der Kinder.

Unwillige Richterin: Sind Richter befangen, wenn sie in einer Bagatell-Ordnungswidrigkeit gleich das Geschütz "Übergang ins Strafverfahren" auffahren?

Gewerblicher Prozessbetrüger? Einen Anwaltskollegen öffentlich und in Schriftsätzen als Meisterbetrüger zu bezeichnen, ist unlautere (§ 4 Nr. 7 UWG) Herabsetzung eines Mitbewerbers.

Erwerbssinnige bayerische Justiz: Mit dem Versteigerungsportal „Justiz-Auktion.de“, das Beschlagnahmtes (Porsche , Diamanten etc.) versteigert, werden Millionen in die Kasse gespült.

Sozialer Ex-Anwalt: Mit der illlegalen Redtube-Abmahnoffensive versetzte er User in Aufregung. Nun verlor Abmahnanwalt Urmann seine Zulassung und wurde zu Sozialstunden verurteilt.

Haufe Online Redaktion

Schlagworte zum Thema:  Juristen, Abmahnung, Befangenheit