23.05.2014 | Recht gesurft im WWW

Fünf Fundstücke für Juristen

Recht gesurft im WWW: Fünf Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste - und zwar zu Recht. Wer seine Forderungen nicht einzieht, geht Pleite. Wer sich schon nackt fotografieren lässt, sollte zumindest bei Trennung auf Löschung bestehen und wer als Anwalt arbeitet, sollte seine Berufshaftpflicht seinen Mandaten anpassen. Außerdem wichtig: Anwälte nicht pauschal verunglimpfen und Beschuldigte nicht durch Ausbremsen  der Kriminalbeamten schonen. Das kommt schon im "Tatort" nicht gut.

Außenstände: Eintreiben! Wer als Anwalt nichts vom Forderungseinzug versteht, riskiert langfristig seine Kanzlei.

Anwalt: Vorsicht!  Juristen sind nicht überall beliebt, nun warnt sogar ein Buch vor der Zunft an sich. Es gäbe zu viele "Muss-Juristen", Juristen mit schlechten Examensnoten, die in Justiz, Wirtschaft oder Verwaltung keinen  Job finden und daher den Anwaltsberuf unsicher machten.

Justizskandal: Bayern! Es droht ein Justizskandal und er droht in Bayern. Haben Staatsanwälte einen beschuldigten Arzt bewusst geschont?

Berufshaftpflicht: Höhe?  Die Mindesthöhe der Berufshaftpflicht für Anwälte beträgt 250 000 EUR. Das reicht nicht immer.

Nacktaufnahme: Löschen!  Wenn die Liebe geht, bleiben manchmal Fotos zurück. Zeigen sie die/den  Ex unbekleidet, besteht Anspruch auf Löschung.

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Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet Agenda 27 mit den Fundstücken:

1. Anwalt verschlampt Akte (nicht): Der Schlamper ist nicht immer der Anwalt - manchmal war es auch das Amt.

2. Briefbogen suggeriert Haftungseinheit: Der Briefbogen darf keinen Irrtum über eine Haftungseinheit in einer Sozietät provozieren.

3. Justiz macht Angst: Die Häufung in letzter Zeit aufgeflogener Justizirrtümer enttarnt die "Lebenslüge der Justiz", wonach es kaum falsche Strafurteile gäbe.

4. Rüge rettet Doktorarbeit:  Ein kleineres Plagiat kann auch mit einer Rüge quittiert und der Dr.-Titel belassen werden.

5. StGB birgt Nazi-Begrifflichkeit: Das StGB arbeitet teilweise mit rechtsgeschichtlich überholten Rechtsbegriffen. Generalüberholung ist angesagt.

Haufe Online Redaktion

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