09.05.2014 | Recht gesurft im WWW

Fünf Fundstücke für Juristen

Recht gesurft im WWW: Fünf Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

Woche der Frau? Ein Verwaltungsgericht verdonnerte (ausgerechnet) das Familienministerium, auch Frauen in höheren Stellen zu besetzen. Beim BGH wird vielleicht ein gutes Beispiel gegeben und eine Frau zur Präsidentin gemacht. Außerdem geht es um undankbare ehemalige Lebensgefährten/ innen, abmahntaugliche, weil urheberrechtlich geschützte Tattoos und das neue Geschäftsmodell der Massenklage.

1. Entlaufene Lebensgefährtin:  Wenn die Partnerin erst reich bedacht wird (hier: 15 000 EUR), dann aber trotzdem entschwindet, stellt sich schnell die Frage nach der Rückforderung.

2. Arbeitsintensiver Fachanwaltstitel:  Um den/die Fachanwaltstitel zu behalten, muss man sich ab 2015 weiterbildungstechnisch stärker ins Zeug legen.

3. Baldige BGH-Präsidentin?  Wenn man dem überregionalen Flurfunk glauben darf, gibt es demnächst eine BGH-Präsidentin. Da könnte sich dann das vom Verwaltungsgericht wegen Frauenunfreundlichkeit abgekanzelte Familienministerium eine Scheibe abschneiden.

4. Unnötige Massenklage:  Immer mehr Anwälte gerieren sich als Anlegerschutzanwälte und spezialisieren sich aus reinen Kostenwerwägungen auf Massenklagen in Fällen wie Prokon u.ä,

5. Geschütztes Tattoo-Kunstwerk:  Darf ein Tattoo nicht auf einem Selfie online veröffentlicht werden, weil das Recht des Tattookünstlers hier stärker wiegt als das Recht am eigenen Körper?

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Vgl. auch unsere früheren Surffunde im Internet Agenda 25 mit den Fundstücken:

1. Abmahnen: Anwälte, die sich auf Xing ohne korrektes Impressum äußern, können abgemahnt werden.

2. Abbauen:  Seit 1. Mai wird anders gezählt, es gibt ein geändertes Punktesystem.

3. Abstottern:  Wenn Mandanten das Honorar in Raten zahlen, sollte eine Bank eingebunden werden.

4. Befangen:  Es gibt schnell rechtliche Probleme, wenn Ehepartner - hier Richterin und Staatsanwalt - in einem Rechtsfall aufeinander treffen.

5. Begnadigen: Landgericht begnadigt Hoeneß - mit dem Champions League-Spiel ist er gestraft genug.

Haufe Online Redaktion

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