06.07.2012 | Top-Thema Umstrittene Neuregelung soll unseriöse Geschäftspraktiken im Inkasso- und Abmahnwesen stoppen

Fazit

Kapitel
Neues Gesetz schafft Bürokratie
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Begründung zum geplanten Gesetz vermittelt den Eindruck, dass der Schuldner von Forderungen etc. bald höheren Schutz genießen könnte als der Gläubiger. Vernachlässigt wird, dass der Großteil der Anwälte – und auch Inkassounternehmen – seriös arbeitet.

Die geplanten Darlegungs- und Informationspflichten werden in der Praxis bereits ohnehin weitestgehend erfüllt (davon geht das BMJ selbst aus, s. Seite 2 des Entwurfes unter Erfüllungsaufwand!). Der Schuldner weiß auch, wem und warum er jemandem etwas schuldet. Zu Unrecht in Anspruch genommene Personen können die Forderung als unbegründet zurückweisen und brauchen nichts zu befürchten, weil der Gläubiger den Bestand der Forderung immer beweisen muss. Deckelungen bei der Erstattung von Kosten welcher Art auch immer benachteiligen den Gläubiger oder Verletzten zu Unrecht, da der Anwalt u. U. „gezwungen“ ist, Vergütungsvereinbarungen mit seinem Mandanten zu treffen. Im Inkassobereich sollten Gläubiger wohl besser gleich das gerichtliche Mahnverfahren wählen, um sich den bürokratischen Aufwand zu sparen.

Schlagworte zum Thema:  Inkasso, Rechtsdienstleistungsgesetz, Bundesrechtsanwaltsordnung

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