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Die Begeisterung für Borussia Dortmund ging dem Nachbarn zu weit Bild: Haufe Online Redaktion

Noch farbiger als im Recht geht es nicht nur in diesem Sommer bei den Trikots und Fahnen der Fußball-Vereine und Clubs zu. Auch die Fans ziehen farblich mit: auf dem Weg ins Stadion, daselbst, aber auch in Haus und Garten. Manchmal nimmt das überhand: Wegen einer Fahne von Borussia Dortmund sahen sich zwei Nachbarn vor Gericht.

Dass sein Nachbar seiner Begeisterung für Borussia Dortmund deutlich sichtbar Ausdruck verlieh, brachte einen Grundstückseigentümer erst in Rage und dann zum Gang vor das Verwaltungsgericht Arnsberg.

5 Meter hohen Fahnenmast eine stattliche BVB-Fahne

Der Nachbar hatte auf seinem Grundstück an einem 5 Meter hohen Fahnenmast eine stattliche BVB-Fahne gehisst. Hier müsse die Stadt unbedingt einschreiten, denn die Fahne sei eine im Wohngebiet unzulässige Werbung für ein börsennotiertes Unternehmen. Außerdem gingen von ihr Lärm und Schlagschatten aus.

Unzulässige Werbung für ein börsennotiertes Unternehmen?

Das Verwaltungsgericht sah das nicht so eng: „Die Fahne kann bleiben“, entschied das VG Arnsberg (Urteil v. 15.7.2013, 8 K 1679/12). Mitnichten handle es sich um eine Werbeanlage; vielmehr bringe der Fußballfreund nur seine innere Verbundenheit mit dem BVB zum Ausdruck. Auch begründe der Blick auf die flatternde Fahne keine unzumutbare Störung.

Mit welchem Verein der erfolglose Kläger sympathisiert, ist nicht überliefert.

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