04.05.2012 | Top-Thema Kanzleimarketing: Erfolgreiche und rechtlich unkritische Mandanten-Akquise

Sozietät gründen, Kooperationen und Netzwerke eingehen, Marktwert schaffen

Kapitel
Bild: Haufe Online Redaktion

Da sich die Marktanteile im Rechtsmarkt immer mehr in Richtung von Kanzleien mit 11 und mehr Berufsträgern verschieben, macht es Sinn, sich mit anderen Anwälten gesellschaftsrechtlich zu verbinden. Letztlich kann nur so eine Wirtschaftseinheit entstehen, die Werte schafft und deren Organisation so strukturiert ist, dass sie unabhängig von dem Arbeitsergebnis nur eines Anwalts funktioniert.

Weg von der Ein-Mann-Kanzlei zu einer Sozietät

Das ist es, was viele Anwälte gern verdrängen - die Frage, was passiert, wenn ich einmal krank bin. Oder ich am Ende meines Berufslebens die Ein-Mann-Kanzlei verkaufen möchte. Doch auf dem Weg von der Ein-Mann-Kanzlei zu einer Sozietät mit 10 und mehr Anwälten gibt es zahlreiche Krisen, die Veränderungsprozesse in Gang setzen, die im Optimalfall in eine effektive partnerschaftliche Organisation mündet, die eine Vielzahl von Wettbewerbsvorteilen bündelt. Während dieses Entwicklungsprozesses kommt es zu Trennungen unter Partnern, weil z. B. die Leistungsbeiträge sehr unterschiedlich sein können.

Haben die Gründungspartner aber eine konkrete Vorstellung von ihrem Geschäftsmodell, werden sich schnell andere Berufskollegen anschließen, wenn die Strategie trägt. Und natürlich können sich die Partner die Akquise der Mandanten ebenso teilen wie die Kosten für ein professionelles Business Development.

Größeres Partnerspektrum, Kooperationen werden zunehmen

Wer den gesellschaftlichen Zusammenschluss mit anderen Anwälten oder die Kosten für den Aufbau eines überörtlichen Büronetzes scheut, kann zumindest mit anderen Anwälten eine dauerhafte Kooperation eingehen. Kooperieren dürfen Anwälte auch mit nicht verkammerten Berufen, mit Sachverständigen, Versicherungsfachleuten oder Unternehmens- und Finanzberatern. Neue Geschäftsmodelle könnten zudem entstehen, wenn der § 59a BRAO gelockert würde und Anwälte sich auch mit nicht verkammerten Berufen gesellschaftsrechtlich zusammenschließen dürften. Doch unabhängig davon dürften Kooperationen die Zukunft gehören, weil sie vielfach preiswerter sind und schnelle Erfolge auf regionaler, überregionaler oder internationaler Ebene ermöglichen. Faire Vereinbarungen unter den Netzwerkern verhindern zudem, dass einzelne Mitglieder der Kooperation die Motivation verlieren

Schlagworte zum Thema:  Kooperation, Social Media, Akquisition, Kanzleimanagement, Rechtsanwaltskammer

Aktuell

Meistgelesen