11.03.2016 | Recht gesurft im WWW

Fünf Fundstücke für Juristen

Fundstücke für Juristen
Bild: Haufe Online Redaktion

Glanz und Elend, Ruhm und tiefer Fall liegen manchmal nur einen Schritt auseinander: Politiker und Professoren sonnen sich eben noch in ihrem abgehobenen Sonderstatus, da wird ihr harter Drogenkonsum oder gar -handel ruchbar und es haut sie vom Sockel. Umgekehrt geht es auch: Da kann einer auch seit Jahrzehnten wegen schweren NS-Kriegsverbrechen in Italien verurteilt sein und wird zum Ehrenbürger seiner deutschen Gemeinde ernannt. Die deutsche Justiz war mit dem Verfahren nicht hinterher gekommen.

1. Anwalts-Robbi in Sicht? Alle reden von  digitalen Innovationen und künstlicher Intelligenz. Steht der erste Anwaltsroboter schon vor der Tür?

2. Schulden eintreiben mal anders: Weil die JVA seiner Mandantin Geld aus einem Vergleich schuldig bleibt, will ein Anwalt den Gerichtsvollzieher nun zwecks Pfändung in den Fuhrpark der Staatskanzlei schicken.

3. So sehen Sieger aus! Gute Bilder auf der Kanzleiwebsite können den Akquiseerfolg von Anwaltskanzleien pushen.

4. Verurteilter Kriegsverbrecher wird Ehrenbürger: Die Aufarbeitung von nationalsozialistischem Unrecht erfolgt so schleppend, dass verurteilte Kriegsverbrecher Ehrenbürger werden, ehe die deutsche Staatsanwaltschaft sie auch nur verhört.

Vgl. auch die früheren Surffunde im Internet in der Agenda 98:

Datenschutzerklärung oder Abmahnung? Wer auf seiner Website Kundendaten mittels Tools erfasst, der muss darüber online mit einer Datenschutzerklärung informieren. Das verlangen UWG und Telemediengesetz.

Anwaltspostfach aufgehalten: Der Weg zum elektronischen Rechtsverkehr ist steinig! Nun musste die BRAK vor dem Anwaltsgerichtshof zwei Anwälte versprechen, ihr Anwaltspostfach erst mal nicht freizuschalten.

Umgehungsverbot und Faksimile-Stempel: Wenn der Kanzleiinhaber inflationär und unbesehen auf alle ausgehenden Schriftsätze zusätzlich zur Kollegenunterschrift seinen Namensstempel drücken lässt, kommt er leicht mit dem Umgehungsverbot in Konflikt.

Strauchelnder Staatsanwalt: Wegen Rechtsbeugung zur Bewährungsstrafe wurde ein Staatsanwalt verurteilt, der vor der Fülle seine Fälle kapitulierte und einige davon verschwinden ließ.

Justiznotstand und IS-Terror: In Hessen kapitulierte die Justiz ebenfalls vor der Masse ihrer Aufgaben und lässt mangels Ressourcen selbst IS-Veteranen an der langen Leine laufen.

Haufe Online Redaktion

Schlagworte zum Thema:  Juristen, Rechtsanwalt