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Kleines Tier ist nicht automatisch Kleintier Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Mieter wollen sich von ihren Vermietern nicht zu sehr in ihr Leben hineinreden lassen. Bei so emotional besetzten Sachverhalten wie der Tierhaltung enden Meinungsverschiedenheiten deshalb schnell einmal vor Gericht. Tierische Verfahren sind daher nicht selten. 

Der Hund ist der beste Freund des Menschen, und so landet immer wieder die Streitfrage vor Gericht, ob sich der Mieter einen Vierbeiner anschaffen darf.

Mein kleiner Hund gehört mir

In einem Fall vor dem AG Spandau sollte es ein Yorkshire-Terrier sein. Dem Mietvertrag zufolge war das Halten von Kleintieren „wie Vögel, Zierfische, Hamster und vergleichbare Tiere“ erlaubt, für andere Tierhaltung, insbesondere Hundehaltung, sollte es auf die Zustimmung des Vermieters ankommen.

Vermieter den Yorkshire-Terrier nicht genehmigen

Als der Vermieter den Yorkshire-Terrier nicht genehmigen wollte, zog der Mieter vor Gericht ­– erfolglos. Einen Anspruch, den Hund zu genehmigen, sah das Gericht nicht. Aber ohne Genehmigung gehe es nicht. Denn nur weil der gewünschte Hund klein sei, sei er noch lange kein Kleintier, so das Gericht (Urteil v. 13.4.2011, 13 C 574/10).

Hund ist Hund

Würde man hinsichtlich der Hundegröße differenzieren, sei überhaupt nicht klar, was ohne Genehmigung des Vermieters erlaubt sei und was nicht: Yorkshire-Terrier und Zwergpudel ja, großer Pudel wahrscheinlich nein, Schäferhund sicher nein, Dackel vielleicht. Mit einem solchen Wirrwarr konnte sich das Gericht nicht anfreunden und entschied: Hund ist Hund.

Mein Freund der Hund - Rechtliches rund um eine enge Bindung

BGH: Mieter darf großen Hund halten

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